Sounds aus Schaumstoff

don mudra 16:00

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Die drei Grundübel der Menschheit

don mudra 16:59
Die drei Grundübel der Menschheit:
1. Religionen (alle)
2. Nationalismus
3.Das schlechte Gewissen
Die drei Grundübel bitte auf die Müllkippe der Geschichte werfen!!
Liebe grüsse
Mudra

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Geräusche aus Schaumstoff 2

don mudra 16:13
Geräusche aus Schaumstoff 1

Geräusche aus Schaumstoff 1


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Geräusche aus Schaumstoff 1

don mudra 16:12
Geräusche aus Schaumstoff 1

Geräusche aus Schaumstoff 1


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Heino in der Amor Fati Bar

don mudra 16:10
Heino in der Amor Fati Bar

Heino in der Amor Fati Bar


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Heimweh ohne Heimat – Deutschland für alle Menschen auf der Welt

don mudra 14:07
Heimweh ohne Heimat-Deutschland für alle Menschen

Heimweh ohne Heimat

Deutschland ist ein Einwanderland für alle Menschen in Not. Wer aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen aus seinem Land auswandern will ist in der Bundesrepublik Deutschland herzlich willkommen. Das sage ich.

Ich schreie es in die ganze Welt: Kommt nach Deutschland, alle ihr verfolgten,misshandelten,hungernden,armen und hoffnungslosen Menschen.

Deutschland ist eines der reichsten Länder auf der Welt. Deutschland ist eine Konsum-und Überflussgesellschaft. In Deutschland werden Lebensmittel in riesigen mengen auf den Müll geworfen.Die Sparquote der Deutschen ist weltmeisterlich.

Weltmeister im Fussball-Weltmeister in Fernreisen-Weltmeister im Export-Vizeweltmeister im Export mit Waffen (auch in Krisengebiete).

Aber glücklich sind die Deutschen mit ihrem Wohlstand nicht. Aber weniger Wohlstand will der Deutsche auch nicht.

Politik/Regierung sind unfähig und nicht vertrauenswürdig.Die Politik/Regierung ist unwillig,geizig,nationalistisch,kapitalistisch,korrupt,verlogen,orientierungslos,blind, taub,dumm,rassistisch,sexistisch,konservativ.

Arbeit und Konsum sind gefordert. Verzicht und weniger Wohlstand ist nicht vorgesehen.

Deutschland muss verrecken damit etwas neues entsteht für alle verfolgten und hungernden Menschen auf der Welt.

Gutes Neues Jahr wünscht Don Mudra


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PEGIDA – Nie wieda!

don mudra 12:23

Originaltext der Bürgerrechtler Reinhard Schult, Thomas Klein und Bernd Gehrke

„Weihnachtsgruß von Neunundachtzigern“ 25 Jahre nach dem Mauerfall

PEGIDA – Nie wieda!

Wir sind das Volk ruft ihr

Freiheit Toleranz Welt offen meinte das ’89

Visa frei bis Hawai war die Devise

Und: Die Mauer muss weg

Ihr aber wollt:

Visa frei nur für uns

Die Mauer muss weg nur für uns

Die Mauer muss her am Mittelmeer

25 Jahre nach Mauerfall

Zusehen wollt ihr wenn die Elenden

Der Welt an neuen Mauern sterben

An euren Mauern

Oder ihr dreht euch weg

Um in Ruhe Gänsebraten zu fressen

Und Weihnachtslieder zu singen

Jesus hätte gekotzt hätte er euch getroffen

Habt ihr euch nie gefragt:

Wer liefert die Waffen für die Bürgerkriege die die Menschen vertreiben

Wer hat der Welt den Neoliberalismus aufgezwungen

Der sie in Ungleichheit Armut Not treibt
Bei uns und im Süden der Erde

Und wer hat die Klimakatastrophen produziert

Die den Sahel zur Hölle machen

Dabei pfeifen die Spatzen von den Dächern:

Es ist das System das ihr nicht schnell genug bekommen konntet

Dem ihr den ’89er Versuch geopfert habt

Den Versuch einer alternativen Demokratie

Einer freiheitlichen solidarischen ökologischen
Doch ihr sprecht nicht über dieses System

Über Kapitalismus seine Gemeinheiten über Interessen

Dafür protestiert ihr gegen die Schwachen

An die Mächtigen traut ihr euch nicht heran

Feiglinge

In Sachsen sind Muslime nur mit der Lupe zu finden

Aber ihr bekämpft die Islamisierung des Abendlands

Euer Abendland heißt Dunkeldeutschland

Ihr riecht nach dem Provinzmief hinter der Mauer

Oder dem in den Tälern der Alpen

Ihr sprecht nicht für ’89

Ihr sprecht für keine Freiheitsbewegung

Ihr seid deren Schande

Schämt euch

Auf euer Abendland haben wir ’89 gepfiffen

Darauf pfeifen wir auch heute

Unsere Solidarität den Flüchtlingen

Und immer noch sagen wir

Eine andere Welt ist möglich

Eine andere Welt ist nötig

Um alle Mauern zu stürzen

Weihnachten 2014


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Das Recht auf Faulheit

don mudra 15:57

Ein verderbliches Dogma

Laßt uns faul in allen Sachen,
Nur nicht faul zu Lieb’ und Wein,
Nur nicht faul zur Faulheit sein.
Lessing

Eine seltsame Sucht beherrscht die Arbeiterklasse aller Länder, in denen die kapitalistische Zivilisation herrscht. Diese Sucht, die Einzel- und Massenelend zur Folge hat, quält die traurige Menschheit seit zwei Jahrhunderten. Diese Sucht ist die Liebe zur Arbeit, die rasende Arbeitssucht, getrieben bis zur Erschöpfung der Lebensenergie des Einzelnen und seiner Nachkommen. Statt gegen diese geistige Verirrung anzukämpfen, haben die Priester, die Ökonomen und die Moralisten die Arbeit heiliggesprochen. Blinde und beschränkte Menschen, haben sie weiser sein wollen als ihr Gott; schwache und unwürdige Geschöpfe, haben sie das, was ihr Gott verworfen hat, wiederum zu Ehren zu bringen gesucht. Ich, der ich weder Christ, noch Ökonom, noch Moralist bin, ich appelliere von ihrem Spruch an den ihres Gottes, von den Vorschriften ihrer religiösen, ökonomischen oder freidenkerischen Moral an die schauerlichen Folgen der Arbeit in der kapitalistischen Gesellschaft.

In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Arbeit die Ursache des geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung. Man vergleiche die von einem menschlichen Dienerpack bedienten Vollblutpferde in den Ställen eines Rothschild mit den schwerfälligen normannischen Gäulen, welche das Land beackern, den Mistwagen ziehen und die Ernte einfahren. Man betrachte den edlen Wilden, wenn ihn die Missionare des Handels und die Vertreter in Glaubensartikeln noch nicht durch Christentum, Syphilis und das Dogma der Arbeit verdorben haben, und dann vergleiche man mit ihm unsere elenden Maschinensklaven. 

weiterlesen: http://www.wildcat-www.de/material/m003lafa.htm


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Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?

don mudra 16:42

taz 9.12.14

USA verklagen Deutsche Bank
Steuerbetrug in großem Stil
Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Der Staatsanwalt in New York spricht von einem „Hütchenspiel“ mit Scheinfirmen und Luftbuchungen.

Undurchsichtige Geschäfte? In den USA hat die Deutsche Bank eine Klage am Hals.
NEW YORK/FRANKFURT/MAIN dpa | Die Deutsche Bank hat einen neuen Rechtsstreit am Hals: Die USA verklagen das Institut wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in dreistelliger Millionenhöhe. Die Bank habe in betrügerischer Absicht versucht, Geld durch ein Geflecht von Luftbuchungen und Scheinfirmen am US-Fiskus vorbeizuschleusen, erklärte Bundesanwalt Preet Bharara: „Das war nicht mehr als ein Hütchenspiel.“ Der gefürchtete New Yorker Staatsanwalt fordert 190 Millionen Dollar (154 Mio Euro) Entschädigung von der Deutschen Bank und ihren mutmaßlichen Verbündeten, darunter das US-Institut Wells Fargo.
Die Deutsche Bank erklärte am Dienstag in Frankfurt, sie werde sich „energisch gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen“. Der Streit um die 14 Jahre zurückliegenden Geschäfte sei bereits 2009 mit der US-Steuerbehörde beigelegt worden. Es sei unverständlich, warum die Bank erneut wegen dieser Geschäfte beschuldigt werde. 2009 hatte die Deutsche Bank in dem Fall sechs Millionen Euro gezahlt.

Das Geldinstitut war auch in Deutschland ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Vor etwa zwei Jahren hatten 500 Fahnder die Frankfurter Konzernzentrale durchsucht. Fünf Mitarbeiter der Bank waren vorübergehend in Untersuchungshaft genommen worden. Ermittelt wurde wegen des Verdachts schwerer Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung beim Handel mit Luftverschmutzungsrechten.
Auch wegen Verwicklungen in verbotene Preisabsprachen am Devisenmarkt, Manipulationen des Referenzzinses Libor und umstrittenen Hypothekengeschäften vor der Finanzkrise musste oder muss sich die Bank verantworten. Im Libor-Skandal wird in den nächsten Monaten mit einer Einigung gerechnet. Auch in der Auseinandersetzung mit den US-Behörden um manipulierte Kurse am Währungsmarkt hat das Institut noch keine Klarheit. Einige US-Banken wurden bereits mit Milliardenstrafen belegt.
Aktuell hat die Deutsche Bank für Rechtsrisiken drei Milliarden Euro zurückgelegt. Weitere Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten, für die noch keine Vorsorge getroffen ist, könnten hinzukommen. Das Institut gab diese im jüngsten Quartalsbericht mit 1,7 Milliarden Euro an.


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Irrer Ballonkiller!!!

don mudra 12:02

KURZFILM

Mudra lässt die Luft ab! mov


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Asoziale Konzerne und Steuervermeidung

don mudra 13:09

Asoziale Konzerne und Steuervermeidung
So viel Steuern tricksen Amerikas Konzerne weg
Amerikas Konzerne verlagern ihre Gewinne in Steueroasen. Ein französischer Forscher hat jetzt ausgerechnet, wie viel das ausmacht. Das Ausmaß ist groß.
14.11.2014, von JOHANNES PENNEKAMP
Jahrgang 1983, Redakteur in der Wirtschaft.

Ikea, Google, Starbucks – diese und viele weitere internationale Konzerne stehen am Pranger. Der Vorwurf: Mit trickreichen Konstruktionen schaffen sie es, ihre Gewinne in Ländern mit Niedrigsteuern wie den Niederlande, Luxemburg oder Irland zu verbuchen. Die Debatte ist emotional, das Erregungspotential enorm.

Folgen:
Aber das genaue Ausmaß der Summen, die durch intransparente Firmengeflechte vermieden werden, ist nur schwer zu beziffern. Zumindest einen Hinweis auf die Größenordnung gibt der französische Ökonom Gabriel Zucman, der an der London School of Economics forscht, in einer jetzt im Journal of Economic Perspectives veröffentlichten Studie: Etwa 20 Prozent aller Gewinne amerikanischer Unternehmen werden demnach in  Steueroasen verbucht.  „Das ist eine Verzehnfachung seit den achtziger Jahren“, bilanziert Nachwuchsforscher Zucman, dessen  Doktorvater Ungleichheitsforscher Thomas Piketty war. Die Steuervermeidung  geschehe in erster Linie innerhalb bestehender Gesetze, es handle sich also  nicht um Betrug.

Um diese enormen Summen zu ermitteln, hat der französische Wirstchaftswissenschaftler nationale Statistiken und Zahlungsströme zwischen Ländern untersucht. Von den 650 Milliarden Euro die Unternehmen aus den Vereinigten Staaten demnach im Ausland erwirtschaften, fielen mehr als die Hälfte auf sechs „Steueroasen“: die Niederlande, die Bermuda.Inseln, Luxemburg, Irland, Singapur und die Schweiz. „Die Nutzung von Steueroasen hat seit den achtziger Jahren kontinuierlich zugenommen und ist dabei, weiter zu steigen“, schreibt Zucman.

Für die Staaten, in denen die Unternehmen eigentlich beheimatet sind, ist das teuer. In den vergangenen 15 Jahren sei der Steuersatz, den Unternehmen aus den Vereinigten Staaten effektiv zu zahlen hatten, von 30 auf 20 Prozent gefallen. „Und etwa zwei Drittel dieser Verringerung kann der zunehmenden Gewinnverlagerung in Länder mit Niedrigsteuern  zugeschrieben werden“, hat Zucman errechnet. Wäre der Steuersatz konstant geblieben, hätte der Fiskus in den Vereinigten Staaten im Jahr 2013 200 Milliarden Dollar Steuern zusätzlich eingenommen. Für die Steuerzahler jenseits des Atlantiks und die klammen Haushalte wäre das eine enorme Entlastung.

Studien wie die von Zucman sind rar. Der Mannheimer Steuer-Forscher Clemens Fuest hat in dieser Woche in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung darauf hingewiesen, dass mittelständische Unternehmen weitaus weniger Gestaltungsspielräume haben als mutinationale Unternehmen. „Wenn man die Steuerbelastung von Tochtergesellschaften multinationaler Konzerne mit der von ansonsten ähnlichen, aber rein nationalen Unternehmen vergleicht, liegt die Steuerlast der Multis im Durchschnitt um 20 bis 30 Prozent niedriger“, hatte Fuest im Interview gesagt. Die Ausfälle zu schätzen sei nicht einfach: „In Deutschland entgehen dem Fiskus wohl Einnahmen von 10 bis 15 Milliarden Euro pro Jahr“ schätzt Fuest.

Zucman belässt nicht bei der Analyse. Ähnlich zu seinem früheren Lehrer Piketty, der eine weltweite Vermögensteuer fordert, macht sich Zucman ein „Welt-Finanzregister“. Ein solches Grundbuch für Vermögen würde die Tricksereien mit der Steuer erheblich erschweren.

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Quelle: FAZ.NET


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Vodafone-Tochter hat Geheimdiensten stärkeren Zugang zu Daten verschafft !

don mudra 12:37

Apparent Banksy graffiti on surveillance surfacesBild vergrößern

Von Frederik Obermaier, Henrik Moltke, Laura Poitras und Jan Strozyk
Süddeutsche.de

Eine Vodafone-Tochter hat Geheimdiensten stärkeren Zugang zu Daten verschafft als bisher bekannt. Die Firma bekam dafür offenbar Geld – und soll für die Lauscher auch bei der Konkurrenz eingebrochen haben. Für den Telefonkonzern steht viel auf dem Spiel.

Es waren die Kronjuwelen, die den Vodafone-Konzern in die Bredouille brachten. Kronjuwelen, so hatte der Whistleblower Edward Snowden jene Firmen genannt, die Geheimdiensten beim Ausspähen helfen. Eine davon ist Vodafone, so viel ist mittlerweile bekannt. Das Unternehmen hat zugegeben, den Geheimen in zahlreichen Ländern Daten zu übermitteln – jedoch nur, weil der Konzern dazu verpflichtet sei. Weil es die Gesetze in den jeweiligen Ländern so verlange. “Wenn wir einer rechtmäßigen Nachfrage nicht nachkommen, können Regierungen uns unsere Betriebserlaubnis entziehen”, erklärt Vodafone auf Nachrfrage. Das Unternehmen tue letztlich nur das, wozu es qua Gesetz gezwungen sei.

Wirklich? Bislang unveröffentlichte Dokumente aus dem Snowden-Archiv, die die Süddeutsche Zeitung, NDR, WDR und der britische Fernsehsender Channel 4 einsehen konnten, nähren Zweifel an der Darstellung, man sei nur Opfer juristischer Zwänge. Beim Lesen der als “Top secret” eingestuften Powerpoint-Folien, Excel-Tabellen und internen Wochenberichte des britischen Geheimdiensts GCHQ und seines US-Partnerdienstes NSA drängt sich vielmehr der Eindruck auf, dass zumindest die 2012 von Vodafone aufgekaufte Firma Cable&Wireless Worldwide williger Helfer der Spione war – und Vodafone es womöglich auch heute noch ist. Offenbar ging die Zusammenarbeit von Cable&Wireless weit über das gesetzlich nötige Maß hinaus – und stellte für das Unternehmen eine Einnahmequelle dar. Vieles deutet sogar darauf hin, dass die Firma dem britischen GCHQ half, die Kunden der Konkurrenz auszuspähen. Es sind schwere Vorwürfe. Auf Anfrage teilte der Vodafone-Konzern, der die Firma übernommen hat, mit, man habe nach sorgfältiger Prüfung keine Hinweise auf ein rechtswidriges Verhalten gefunden. Ganz ausschließen will es der Konzern nicht.

Für Vodafone steht viel auf dem Spiel. Allein in Deutschland hat das Unternehmen mehr als 30 Millionen Kunden, unter ihnen sind mehrere Bundes- und Landesministerien. Der Konzern mit Sitz im britischen Newbury betont: “Vertrauen ist die Grundlage unseres Geschäfts.” Genau das ist das Problem. Denn seit den Enthüllungen der Kronjuwelen steckt Vodafone in einer Vertrauenskrise. Viele Kunden wurden durch die Nachricht aufgeschreckt, ihr Telefonanbieter sei Helfer der Geheimdienste. Und dann war da noch die Sache mit dem abgehörten Merkel-Handy – einem Gerät mit Vodafone-Vertrag. Freilich, das muss nichts heißen. Soweit bekannt, haben NSA, CIA und Co. genug Möglichkeiten auch ohne Vodafone. Es muss auch nichts bedeuten, dass Vodafone – anders als etwa Facebook und Yahoo – bislang nicht gegen die Geheimdienste und ihre Datensammelwut vor Gericht gezogen ist.

GCHQ will sich auf eine Anfrage nicht äußern

Sollte man sich als Kunde aber vielleicht Sorgen machen, weil sich Mitarbeiter der später in der Vodafone-Kabelsparte aufgegangenen Firma Cable&Wireless mit Geheimdienstleuten zu einer Besprechung “möglicher neuer Einsatzrisiken” trafen? Wenn es sogar ein “gemeinsames Projektteam” gab und einen Geheimdienstmitarbeiter, der als “integrierter Projektmitarbeiter” in die Firma abgestellt war? GCHQ wollte sich zu der ganzen Angelegenheit auf Anfrage nicht weiter äußern. Und Cable&Wireless gibt es nicht mehr. Das Unternehmen gehört jetzt Vodafone – und Vodafone teilt lediglich mit, man habe die Geschichte des aufgekauften Unternehmens erforscht und “keinerlei Hinweise” auf Aktivitäten gefunden, die den Gesetzen in Deutschland, Großbritannien und der EU widersprechen. Es gebe derzeit bei Vodafone jedoch “eine kleine Anzahl” Angestellter, die mit Sicherheitsbehörden in Kontakt stünden, um “,die eingegangenen Ersuche zu bearbeiten” – wie Vodafone betont: “ohne irgendwelche Informationen über den Zusammenhang zu besitzen”.

In Deutschland war das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach den ersten Snowden-Enthüllungen hellhörig geworden. Das Amt verlangte daraufhin von den Netzbetreibern in Deutschland Auskunft, ob womöglich Daten ins Ausland geleitet werden. Die Antworten waren aus Sicht des BSI zufriedenstellend. Mit einer Ausnahme: Vodafone. In einem als Verschlusssache eingestuften Schreiben aus dem Jahr 2013, das die SZ einsehen konnte, heißt es: “Die Selbstauskunft von Vodafone Deutschland lässt für mobile Kommunikation innerhalb des deutschen Rechtsraums bislang keinen eindeutigen Schluss zu, ob der Zugriff auf bzw. die Ausleitung von Metadaten (bspw. “Billing Informationen”) oder SMS in ausländische Rechtsräume unterbleibt.” Das BSI alarmierte das Innenministerium, die Bundesbehörden jedoch, die Verträge mit Vodafone haben, wurden nicht gewarnt – “aus wettbewerbsrechtlichen Gründen”, wie das Innenministerium mitteilte.

Millionen für den Zugang zu Kabeln
Zurück zu den Snowden-Papieren: Sie umfassen interne Budgetpläne des GCHQ, darin finden sich zahlreiche Hinweise auf Geldflüsse zwischen dem Geheimdienst und “Gerontic” – so lautet den Unterlagen zufolge der Codename von Cable&Wireless und damit nach der Übernahme wohl zumindest eine Zeit lang auch der von Vodafone. Im Februar 2009 seien als Gegenleistung für den Zugang zu Kabeln sechs Millionen Pfund geflossen. An anderer Stelle ist sogar die Rede von fast 20 Millionen Pfund im Monat. Auf ein Jahr hochgerechnet wären das etwa 300 Millionen Euro.

Sicherheitsexperten vermuten, das Unternehmen sei zur Kooperation gezwungen worden und habe aus der Zwangszusammenarbeit ein Geschäft gemacht. Ein Vodafone-Sprecher berichtete, dass man in bestimmten Fällen eine Aufwandsentschädigung bekommen könne. Profit schlage Vodafone aber nicht aus seiner Hilfe für die Behörden.

In den Snowden-Dokumenten findet sich auch eine Excel-Datei aus dem Jahr 2009. Akribisch listen die Spione ihrer Majestät darin auf, welche Internetkabel sie anzapfen können, welche Datenmengen sie abzweigen und welches Unternehmen ihnen dabei behilflich ist. Der wichtigste Partner: Gerontic, also ehemals Cable&Wireless, heute: Vodafone. GCHQ listet insgesamt 63 Untersee-Kabel auf, die der Dienst anzapfen kann, bei 29 davon ist das Unternehmen als Abhör-Helfer gelistet.

Das Unternehmen brach offenbar bei der Konkurrenz ein
Besonders interessant sind die Angaben zu dem Kabel namens Flag Europe Asia (FEA), das Großbritannien mit Afrika und Asien verbindet, und Flag Atlantic 1 (FA-1), das von Europa in die USA führt. Bei beiden ist Gerontic als Anzapf-Helfer aufgeführt. Das Brisante daran: Weder FA-1 noch FEA gehören Vodafone, ebenso wenig gehörten sie Cable&Wireless, die Kabel sind und waren vielmehr Eigentum des indischen Unternehmens Global-Cloud-Xchange. Den internen GCHQ-Dokumenten zufolge gelang es Gerontic dennoch, dem Geheimdienst Zugriff zu verschaffen – und zwar über einen sogenannten Backhaul in dem Örtchen Skewjack in Cornwall: den Anschluss des Kabels an das britische Festland-Netz. Über diesen Backhaul, so heißt es weiter, hatte Gerontic Zugang zur Infrastruktur von GlobalCloudXChange. Gerontic gab demnach Metadaten weiter, etwa sogenannte Performance-Statistiken und Übersichten, welche Webseiten die Nutzer besucht haben. Weniger kompliziert ausgedrückt: Das Unternehmen brach offenbar für den Geheimdienst bei der Konkurrenz ein.

Die auf diesem Weg in Cornwall abgezapften Daten waren den Snowden-Unterlagen zufolge die einzige Quelle für ein Programm namens “Incenser”. Es taucht auch auf Folien des NSA auf, von denen einige auf April 2013 datiert sind – als Cable&Wireless bereits Teil von Vodafone war. Der Konzern erklärte, keine Anhaltspunkte zu haben, “dass es innerhalb unseres Netzwerkes Zugang auf die Infrastruktur eines anderen Unternehmens gibt”. Ein Programm namens Incenser kenne man nicht.

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