Recht auf Stadt Demonstration am 18.1.2014, 13h U-Feldstrasse

don mudra 16:16

Ausnahmezustand stoppen! Politische Konflikte politisch lösen!

Demonstration am 18.1.2014, 13h U-Feldstrasse

http://www.rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/aufruf-zur-demonstration-am-1812014-ausnahmezustand-stoppen-politische-konflikte-politisch-loesen

Seit dem 04.01.2014 befinden sich weite Bereiche von Altona, St. Pauli,
der Sternschanze im polizeilichen Ausnahmezustand. Die Polizei selber
befugt sich durch die Einrichtung einer als „Gefahrengebiet“ bzw.
mehrerer als „Gefahreninseln“ bezeichneten Sonderrechtszonen dazu,
willkürlich Personenkontrollen durchzuführen sowie Aufenthaltsverbote
und Platzverweise auszusprechen. Für Anwohner_innen, Arbeitnehmer_innen
und Menschen, die sich in diesem Bereich bewegen, hat dieses Vorgehen
drastische Folgen: Sie sehen sich ständig der Gefahr einer polizeilichen
Kontrolle ausgesetzt, überlegen, was sie wohl anziehen könnten um nicht
aufzufallen oder unterlassen „unnötige“ Aufenthalte im öffentlichen Raum
- ein unhaltbarer Zustand!

Rückendeckung für die verdachtsunabhängigen Kontrollen erhält die
Polizeiführung von Bürgermeister Olaf Scholz, seinem Innensenator
Michael Neumann und dem SPD-Senat, denen eine Ablenkung von den
drängenden politischen Konflikten in dieser Stadt gerade recht zu kommen
scheint. Das machen wir nicht mit. Wir stehen nach wie vor dafür ein,
dass es politische Lösungen für politische Konflikte in dieser Stadt
geben muss. Und das gilt nicht nur für die seit Längerem im Fokus der
Öffentlichkeit stehenden Bereiche der Flüchtlingspolitik, der
Wohnungspolitik und der autonomen Freiräume, sondern auch für die Grund-
und Freiheitsrechte.

Das größte Gefahrengebiet Hamburgs wurde vor dem Hintergrund einer
falschen und zu korrigierenden Pressemitteilung der Polizei über
verletzte Polizisten vor der Davidwache durchgesetzt. Auch die
Darstellung der Eskalation bei der Demonstration vom 21.12.2013 in der
Schanze trug im Vorfeld zur Verschärfung des politischen Klimas in der
Stadt bei. Trotz der vielfach einseitigen Berichterstattung in Hamburgs
Medien zugunsten von Senat und Polizeiführung wird die Kritik am
Vorgehen der Polizei lauter. Inzwischen finden die Proteste gegen den
polizeilichen Generalverdacht in den „Gefahrengebieten“ sowohl in den
sozialen Netzwerken als auch in der Öffentlichkeit sowie international
ein kritisches, solidarisches Echo. Das begrüssen wir sehr und fühlen
uns in der politischen Auseinandersetzung bestärkt!

Wir verwahren uns entschieden gegen den wiederholten Versuch, die sich
verschärfenden sozialen Konflikte, die durch die rücksichtslose
Durchsetzung einer neoliberalen Politik verursacht werden mit Mitteln
des Repressionsapparates in ein Kriminalitätsproblem umzudeuten, das
sich mit polizeilichen Mitteln lösen ließe. Wir werden uns auch in
Zukunft für eine Bleiberechtsperspektive für alle, für eine soziale
Bebauung des ESSO-Häuser-Areals und eine andere Wohnungspolitik in
dieser Stadt sowie für den Erhalt der Roten Flora einsetzen. Von
illegalen Demonstrations-Auflösungen und Sonderrechtszonen werden wir
uns dabei nicht aufhalten lassen.

Grundlage der aktuellen „Gefahrengebiete“ ist das „Gesetz zur Erhöhung
der Sicherheit und Ordnung“ vom 16. Juni 2005, das die
CDU-Bürgerschaftsfraktion als „schärfstes Polizeigesetz in Deutschland“
feierte. Auf seiner Grundlage finden seit nunmehr acht Jahren drastische
Eingriffe in elementare Grundrechte statt: in das Grundrecht auf
informationelle Selbstbestimmung und das Grundrecht der
Bewegungsfreiheit. Seit 2005 hat die Polizei mehr als 40
„Gefahrengebiete“ im Stadtgebiet ausgerufen. Durch die am 04.01.2014
erfolgte Einrichtung einer solchen Sonderrechtszone in bisher
ungekannter räumlicher Ausdehnung, verbunden mit einer Vielzahl an
Kontrollen gerät dieser permanente Ausnahmezustand nun wieder in den
Fokus der öffentlichen Wahrnehmung.

Bei unserer Bündnisdemonstration am 18.1.2014 werden wir uns von der
Polizei nicht provozieren lassen, sondern unsere Demonstration
geschlossen und entschlossen gemeinsam zu Ende führen. Wir erteilen der
polizeilichen Eskalationsstrategie der letzten Wochen und Monate eine
klare Absage und werden uns nicht spalten lassen. Uns eint das
gemeinsame Ziel, die unsozialen und menschenrechtsfeindlichen Zustände
in Hamburg durch gemeinsame politische Aktivitäten zu überwinden. Wir
fordern die sofortige Aufhebung aller „Gefahrengebiete“ in Hamburg sowie
die Abschaffung der gesetzlichen Grundlagen im Polizeigesetz. Am
18.1.2014 werden wir auch innerhalb der proklamierten Sonderrechtszonen
auf die Straße gehen und eine große und vielfältige Demonstration
durchführen.

So lange die politisch Verantwortlichen glauben politische und soziale
Konflikte in dieser Stadt mit dem Polizeirecht beantworten zu können,
werden wir ihnen keine Ruhe gönnen und eine andere Stadt entgegensetzen!
Eine Stadt die widerborstig, solidarisch und widerständig ist!

Kommt alle zur Demonstration in der “Sonderrechtszone St. Pauli” am
Samstag, den 18.01.2014, um 13.00 Uhr, U-Bahn Feldstraße

Bleiberecht jetzt sofort!
Esso-Häuser: Kaputtbesitzen darf sich nicht lohnen!
Rote Flora bleibt!
Gefahrengebiete abschaffen!
Recht auf Stadt für alle!

Unterzeichner_innen (Stand 15.1.):
AKU Wilhelmsburg, AStA HAW, Audiolith, Avanti – Projekt undogmatische
Linke, Bewohner*innnenplenum Hafenstraße, Bündnis ‘Mietenwahnsinn
stoppen!’, Conexion St. Pauli, Dachverband autonomer Wohnprojekte
(DaWHH), DIE LINKE Landesverband Hamburg, Einwohnerverein St. Georg von
1987 e.V., Ev.-luth. Kirchengemeinde Eimsbüttel, Flüchtlingsrat Hamburg,
Frappant e.V., Gängeviertel e.V., gegenstrom13, GEW Studis, GRÜNE JUGEND
Hamburg, Hamburgs aktive Jurastudent_innen (haj), Hamburger Bündnis
gegen Rechts, IG Metall Jugend, ILL, Inititative ESSO-Häuser, Initiative
gegen die realisierte Absurdität (IGDRA), Initiative Jägerpassage e.V.,
internationale sozialistische linke (isl), Jolly Roger/Ballkult e.V.,
Jour-Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg, Keimzelle, kein mensch ist illegal
hamburg, Lauti-Gruppe Alta Voz, LOMU, magischerfc.de
Redaktionskollektiv, medibüro Hamburg, Netzwerk für den Erhalt des
Sternschanzenparks, Notgemeinschaft Breite Sraße, noya Hamburg, PARK
FICTION KOMITEE, PIRATEN (LV Hamburg), Projekt Revolutionäre Perspektive
(PRP), ragazza e.V., Rotes Winterhude, Rotzige Beatz, SDAJ Hamburg,
SDS*-Hochschulgruppe Uni Hamburg, SOS St. Pauli, SWING YOUTH ST.PAULI,
Unser! Areal, Verlag Assoziation A, weltRAUM e.V., Wohnprojekt Grosse
Freiheit, Wunschproduktion Alte Rindermarkthalle, Zeckensalon.


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USA warnen Bürger vor Reisen nach Hamburg

don mudra 17:55

KRAWALLE UM ROTE FLORA 7.1.14
USA warnen Bürger vor Reisen nach Hamburg

Foto: © Michael Arning
Nach den Angriffen auf die Davidwache und den Krawallen um die Rote Flora warnt die US-Botschaft in einem Sicherheitshinweis: Auch zunächst friedliche Demonstrationen könnten in Gewalt ausarten. Anwohner protestierten am Dienstagabend gegen das Gefahrengebiet.
Berlin. Die US-Botschaft hat nach einem Zeitungsbericht per E-Mail eine Warnung an Landsleute verbreitet, die in Hamburg leben oder die Stadt in den nächsten Tagen besuchen möchten. Sie sollten in der zum Gefahrengebiet erklärten Sperrzone Vorsicht walten lassen, “besonders in der Nähe von großen Versammlungen, Protesten oder Demonstrationen”, zitierte der “Tagesspiegel” (Mittwoch) aus der Mail. Die Polizei könne Personen ohne Ausweispapiere in der Zone, zu der weite Teile der Innenstadt gehören, ohne Begründung festhalten.
Zudem habe die Polizei zusätzliche Autorität, Personen zu stoppen oder ihnen den Aufenthalt in bestimmten Stadtteilen zu verbieten. Weiter heißt es in dem Sicherheitshinweis: Auch zunächst friedliche Demonstrationen könnten in Gewalt ausarten. Die Pressestelle der US-Botschaft bestätigte auf “Tagesspiegel”-Anfrage die Authentizität des Schreibens. Es handele sich dabei um “eine Routineangelegenheit”, hieß es.
Erneute Demo gegen Gefahrengebiet am Dienstagabend
Am Dienstagabend haben sich auf St. Pauli wieder Demonstranten zusammengefunden, um gegen das in mehreren Stadtteilen eingerichtete Gefahrengebiet zu protestieren. Der angemeldete Demonstrationszug mit bis zu 800 Teilnehmern startete am Park Fiction und wurde von der Polizei begleitet. Die Route verlief zunächst über den Pinnasberg, den Pepermölenbek und die Reeperbahn.
Die Davidwache wurde durch ein Polizeiaufgebot geschützt. Demonstranten riefen den Beamten hier “Lügner, Lügner” entgegen. Durch die Helgoländer Allee und die Bernhard-Nocht-Straße kehrte der Demozug zurück zum Park Fiction. Hauptsächlich nahmen Anwohner an dem Protest gegen das Gefahrengebiet teil. “Es war eher ein bürgerliches Klientel”, sagte ein Sprecher der Polizei. Nur vereinzelt seien Böller geflogen.
Bundesanwalt: Krawalle vorerst Hamburger Angelegenheit
Die Auswirkungen der Krawalle in Hamburg ziehen derweil weitere Kreise. Der Generalbundesanwalt Harald Range hatte zunächst erwogen, das Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Davidwache am 28. Dezember an sich zu ziehen. Vorläufig bleibt das Ermittlungsverfahren jedoch eine rein Hamburger Angelegenheit. Die Bundesanwaltschaft teilte mit: “Nach Prüfung der dem Generalbundesanwalt bisher vorliegenden Erkenntnisse sind derzeit keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte gegeben, die eine Zuständigkeit der Bundesanwaltschaft begründen.”
Das umstrittene Gefahrengebiet in mehreren Hamburger Stadtteilen bleibt weiter bestehen. “Es muss langfristig zu erkennen sein, dass sich etwas tut”, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Wie lange die Polizei noch in Teilen von St. Pauli, Altona und dem Schanzenviertel verdachtsunabhängig jeden Bürger kontrollieren kann, stehe nicht fest. “Wir bewerten das jeden Tag neu.” Im Moment würden die Kontrollen beibehalten. Das Gefahrengebiet war am Sonnabendmorgen eingerichtet worden, nachdem Polizisten angegriffen und teilweise schwer verletzt worden waren.
“Rote Flora”-Demo eskaliert – 120 Beamte verletzt

Artikel erschienen am 07.01.2014


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Polizei hebt flächendeckendes Gefahrengebiet wieder auf

don mudra 17:54

ST. PAULI UND STERNSCHANZE 9.1.14
Polizei hebt flächendeckendes Gefahrengebiet wieder auf

Foto: Michael Arning
Das umstrittene Gefahrengebiet soll zunächst aufgehoben werden. Drei Gefahreninseln bleiben bestehen. Seit Sonnabend waren mehr als 800 Menschen überprüft worden. Imageschaden für Hamburg befürchtet.
Hamburg. Das Gefahrengebiet soll wieder aufgehoben werden. Laut Polizeiangaben habe man dies am Donnerstag beschlossen. Zunächst sollen jedoch noch sogenannte “Gefahreninseln” um die drei Polizeikommissariate Davidwache (Reeperbahn), Mörkenstraße (Altona) und Lerchenstraße (St. Pauli) bestehen bleiben. Dort soll künftig nur noch in der Zeit zwischen 18 und 6 Uhr kontrolliert werden. Die Neuregelung soll ab Donnerstag gelten.
Zur Begründung heißt es von der Polizei: “Seit Einrichtung des Gefahrengebietes konnten in diesem Bereich durch gezielte Kontrollmaßnahmen der Polizei potenzielle Störer erkannt und dadurch die Ausübung schwerer Straftaten weitgehend unterbunden werden.” Daneben hätten die Einsatzkräfte insbesondere zu Beginn der Kontrollmaßnahmen zahlreiche illegale Pyrotechnik, Schlagwerkzeuge und Vermummungsgegenstände sichergestellt. “Nunmehr konnte festgestellt werden, dass diese Gegenstände kaum noch mitgeführt und weniger potenzielle Gewalttäter angetroffen werden. Insofern ist der Fortbestand des Gefahrengebietes in dem bisherigen Ausmaß nicht mehr erforderlich”, so ein Sprecher.
Gleichzeitig kündigte die Polizei an, die verstärkten Präsenzmaßnahmen auch im ehemaligen Gefahrengebiet fortzusetzen und die Lage kontinuierlich zu bewerten, um der Entwicklung entsprechend weitere Anpassungen der Maßnahmen vorzunehmen.
Die Linken-Abgeordnete Christiane Schneider hält die Aufhebung des flächendeckenden Gefahrengebietes für einen “Erfolg des kreativen Protests in Hamburg und der vernichtenden Kritik aus dem ganzen Bundesgebiet.” Mit öffentlichem Druck habe das nichts zu tun, hieß es dagegen aus der Innenbehörde. Gefahrengebiete seien immer eher kurzfristig und von der täglichen Lagebewertung abhängig.
MEHR ALS 800 MENSCHEN WAREN ÜBERPRÜFT WORDEN
Das Gefahrengebiet, in dem die Polizei jeden Bürger ohne Anlass überprüfen darf, war am vergangenen Sonnabend als Reaktion auf die schweren Krawalle und Angriffe auf Polizeiwachen mit teils schwer verletzten Beamten eingeführt worden. Seither wurden laut Polizei mehr als 800 Menschen überprüft, wobei der eine oder andere während dieser Tage durchaus mehrfach kontrolliert worden sein kann, wie ein Polizeisprecher sagte. Gut 190 Aufenthaltsverbote seien ausgesprochen und 13 Platzverweise erteilt worden, hieß es am Donnerstag. Zudem wurden laut Polizei fünf Menschen vorläufig festgenommen und 65 in Gewahrsam genommen.
Die Einrichtung des Gefahrengebiets war von Anfang an umstritten. Erst am Donnerstag hatte eine Anwohnerin eine Petition zur Aufhebung des Gefahrengebiets gestartet.
“Wir fordern (…) eine deeskalierende Politik in Bezug auf die aktuellen Problemthemen (u.a. Rote Flora, Esso-Häuser, Lampedusa-Flüchtlinge) und die sofortige Aufhebung des Gefahrengebietes durch die Verantwortlichen”, heißt es in dem Schreiben an Bürgermeister Olaf Scholz, Innensenator Michael Neumann (beide SPD) und den Senat der Hansestadt. Dass die Polizei jeden Bürger ohne Anlass kontrollieren und Personen in Gewahrsam nehmen dürfe, beeinträchtige die Bürgerrechte Zehntausender, so die Begründung.
EIN IMAGESCHADEN FÜR DIE STADT WIRD BEFÜRCHTET
Auch die Hamburger Grünen hatten das Gefahrengebiet kritisiert. Durch einen Parlamentsbeschluss wollten sie die Maßnahme kippen. In einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung am 22. und 23. Januar forderten sie, die von der Polizei eingerichtete Zone sofort aufzuheben.
Der regionale Hotel- und Gaststättenverband befürchtet sogar wirtschaftliche Einbußen und einen Imageschaden für Hamburg. In der Gastronomie gebe es bereits vereinzelte Klagen über mangelnde Auslastung, sagte Gregor Maihöfer vom Dehoga. Diese könnten aber eher mit der Jahreszeit zusammenhängen und seien nicht zwingend eine Folge der Ausschreitungen. “Januar ist nicht der Reisemonat”, sagt Maihöfer.
Andreas Dey über Gefahrengebiete

Artikel erschienen am 09.01.2014


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Spaziergang durch die Gefahrenzone und Punkte gewinnen!

don mudra 17:50

Geile Grafik, gutes Gameplay, ordentliche KI: Nachdem die Hamburger Polizei mit dem neuen Gefahrengebiet das Spielbrett ausgerollt hat, liefert die Community um das Spiel Danger Zone die Spieler. Und so funktioniert’s: Man macht einen Spaziergang durch die Gefahrenzone und trägt dabei möglichst auffällige Klamotten, um eine Polizeikontrolle herbeizuzaubern. Ebenso wird empfohlen, Backpulver und Oregano in kleinen Plastikpäckchen mitzuführen. Denn es geht um Punkte:

Einchecken in die Zone: 5 Punkte
Polizeikontrolle: 5 Punkte
Aufenthaltsverbot: 10 Punkte
Platzverweis: 15 Punkte
Mitgenommen werden auf die Wache: 20 Punkte
Twitter Pic aus der Gefahrenzone: 10 Punkte
Kreatives Dokument zum Thema: 15 Punkte
Mind Blowing künstlerischer Beitrag zum Thema: 25 Punkte
Mind Blowing Attention Gainer: 20 Punkte


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5 Kurzgeschichten von Don Mudra

don mudra 13:52

1-5 Gehirnteile Geschichten
don mudra, 16:05:
1.GEHIRNTEIL IN NOT
Hallo liebe Leute.
Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Donna, ein Gehirnteil
(Abteilung Vernunft und Irrsinn) von Don Mudra.
Ob links oder rechts weiss ich nicht und ist mir auch egal. Ich
habe diesem Don Mudra klargemacht, er soll einfach mit dem Arm
oder so was in die Richtung der Wahl zeigen und fertig.
Mit den anderen Gehirnteilen habe ich kaum Kontakt. Ausser mit
diesem süßen kleinen geilen Gehirnlappen hinten Rechts oder
Links.Er heißt übrigens LIEBE und ist für das Ficken, Lecken,
Blasen,Küssen und so zuständig. Der hängt oft bei mir rum und
labbert mich mit seinem „Liebesquatsch“ zu.
Zur Sache: Ich bin stinksauer. Und zwar auf diesen Gehirnyuppie
vorne am Dingsbumslappen.
Labert dieses Arschgehirn unseren Don voll: nötige Sparmassnahmen,
dringenden Investitionen, erwarteten Renditen, Zeit ist Geld, ohne
Moos nix los und so weiter.
Und was macht unser Don, spart an meinem Treibstoff THC. Da denkt
dieser Komiker, er kann das THC durch Diazepan und Bratwurst
ersetzten.
Das ist als ob du deinen Porsche mit Buttermilch oder Grünen Tee
betankst.
Ich wollte schon abhauen aber wohin? Und im großen und ganzen bin
ich mit dem Don gut klargekommen. Wir hatten mehr Spass als Kummer
zusammen.
Ich musste schnell handeln, denn jeder Tag THC Entzug machte mich
schwächer und realistischer. Ich kann mich nicht mehr genau
erinnern (meine Synapsen und der andere Kram liefen schon auf dem
„Notaggregat“) wie ich den verdammten Don am zwölften THC freien
Tag zur Vernunft brachte. Es war Samstag gegen 17 Uhr. Ich konnte
mich nur noch auf den Synapsennippeln fortbewegen und wollte die
Heidi Klum Show sehen was für mich die Selbsttötung bedeutet
hätte.
Das muss unser Don gespürt haben und führte mir gegen 21 Uhr oral
eine mittelgroße THC Wolke mittels Aluminiumpfeiffe zu.
Nach 0,4 Sekunden schwebten wir gemeinsam vom Hocker und machten
eine Glanzlandung auf dem Dancefloor. Von da an rockten wir
diverse Dancefloors bis
zum großen Finale Sonntag im Pudel. (Großes Lob an die MFOC Männer
generell,Ihr seid die Besten und großes Lob an Daedelus. Was für
eine geile Sau!
Was hat unser Don zwischen Samstag 21 Uhr und Montag 4 Uhr
gemacht?
Ich, als seine Vernunft weiß alles. Unser Don und ich wir hatten
Spass ohne Ende und wir sind wieder ein Team.
Seit Tagen führen wir wieder ernsthafte Gespräche, denken über
Pläne nach, entwickeln Konzepte und erzählen uns Witze die wir
noch nicht kannten.
Das Leben kann so einfach sein.
Liebe Grüße
Donna (Gehirnteil,Abteilung Vernunft und Irrsinn)
Ps.:Sprache (Schrift) ist die mangelhafteste Form der
Kommunikation.

2. Kann eine Frau zwei Männer lieben?
Hallo liebe Leute.
Ich heiße Horrst Liebe und bin Abteilungsleiter für den Bereich
„Liebe“. Das was ich heute morgen auf www.40lifes.com gelesen
habe, kann so nicht stehen bleiben.
Ich rufe diese Donna von der Abteilung Vernunft und Irrsinn sofort
an.
„Hallo Donna, hier spricht Horrst von hinten links.“
„Wie schön Horrst das Du mich mal anrufst. Ich habe Dich schon
vermisst.“
„Ja, ja, aber ich muss mich leider bei Dir beschweren über die Art
und Weise wie Du meine Abteilung herunter dirigierst. Unsere
Aufgabe geht über den GV, Oralverkehr und Küssen viel, viel
weiter.“
„Du hast vollkommen Recht Horrst, ich habe die Eifersucht, den
Hass, die Gefühlskälte, den Liebesentzug, die Gewalt (80% der
Gewaltdelikte sind Beziehungskonflikte) und noch einige Dinge
vergessen. Entschuldigung Horrst.“
„Ach Donna, Dir ist ja nicht zu helfen.“
„Mein lieber Horrst, ich helfe mir selber.“
„Aber wie denn, Donna?“
„Ich sage es Dir Horrst. Eine Frau muss zwei Männer lieben. Das
ist die einzige Möglichkeit für ein erfülltes Leben.“
„Aber liebe Donna, wenn die Frau mit dem einem Mann schon so
vereint und ineinander geschmolzen ist, wo bleibt der zweite
Mann?“
„Komm ein bisschen näher, dann werde ich es Dir in deinen kleinen,
süßen Lappen flüstern.“
„Aber Donna, wenn irgendein Gehirnteil vorbeikommt…..“
„Blödsinn Horrst. Jetzt pass auf: Um von einer Frau geliebt zu
werden muss ein Mann über gewisse Banalitäten verfügen. Er sollte
immer da sein wenn er nicht arbeitet, Frau und Kind versorgen, den
Urlaub buchen, die Getränkekisten tragen, das Internet
anschliessen und all die anderen langweiligen Banalitäten das
Lebens, die mich als Frau nicht interessieren.
Horrst, dieser gerade beschriebene Mann könnte z.B. Prokurist bei
einer Firma sein, die Sicherheitsnadeln herstellt. Glaubst Du
wirklich das dieser Mann sinnlich und hart sein kann. Dauergeil.
Gut und ausdauernd Küssen, Lecken, Ficken und was sonst noch geht.
Und auch noch hemmungslos leidenschaftlich sein kann?“
„Donna ich habe verstanden. Ich gehe mal schauen was meine Frau
gerade macht.“
„Bleibe hier, Horrst und freue Dich, dass deine Frau ein erfülltes
Leben hat, denn das ist wirkliche LIEBE.“
Liebe Grüße
Donna und Horrst
Vielen Dank: Gottfried Benn für die Inspiration

3. Ist ein vierundfünfzig Jahre altes Herz nur ein zäher Muskel?
„Moinsen Leute,
wenn es recht ist, möchte ich zu dem akademischen Gequatsche von
Euch Gehirnteilen da oben einiges anmerken.
Ich bin das Herz von diesen Don Mudra. 54 Jahre alt und wenn Ihr
Arschgehirne da oben glaubt ich bin nur ein zäher Muskel und sonst
nichts dann polier ich jeden einzelnen von Euch die Synapsen bis
der Doktor kommt.
Kapiert!!!“
„Hallo Sweetheart, hier spricht Donna von der Abteilung Vernunft
und Irrsinn.Wir zwei hatten noch nie einen guten Draht zueinander.
Schade eigentlich. Du siehst sehr gut aus.“
„ Ja Donna, danke. Ich konnte nicht. Du warst immer vernünftig
oder irrsinnig.
Du hattest immer Angst Dich für eines zu entscheiden.
Ich wollte immer eine klare Ansage: ja oder nein, schwarz oder
weiss, heiß oder kalt.
NICHT lauwarm. NICHT grau. NICHT jein.“
„Ach Sweetheart, ich war jung und dumm wie Weissbrot. Ich habe
viel gelernt in den Jahren. Ich weiss genau das sich auch alte
Herzen ausdehnen können wie bei zwanzigjährigen Jungs. Meinst Du
ich habe nicht gemerkt wie Du an der Ampelanlage Gänsemarkt einen
kurzen Aussetzer hattest. Und nicht wegen den Sonderangeboten
sondern wegen dieser kleinen, drallen Frau um die 40 Jahre. Lange
Haare in der Farbe des Herbstes. Und dann dieser Blick. Hallo
Augen, sagt doch auch mal was!“
„Haltet bloss die Augen geschlossen sonst gibt es was auf die
Hornhautkrümmung. Ich das Herz erzähle es Euch selber.
Ich hatte wirklich einen kurzen Ausgesetzter. Dieser, vielleicht
eine halbe Sekunde kurze Blick hat mich vielleicht zwei Sekunden
lang „ausgesetzt aus dieser Welt“.
„ Ist das das nicht schrecklich, mein armes, kleines Herzilein.“
„Nenn mich bitte „Herzilein“ nur wenn wir alleine sind. Ich werde
sonst schrecklich herzlos. Kapiert!!!
„Alles klar, Digg….., kleiner Scherz.“
„ In diesen zwei Sekunden lief meine Liebesbeziehung mit dieser
kleinen, drallen Frau ab. Das volle Programm. Von A wie Anmachen
bis Z wie Zungenkuss. Und fast alle Buchstaben dazwischen auch F
und B zum Beispiel.“
„Ach was, das ist ja interessant. Aber unser Don war ja
geschäftlich unterwegs. Da kann man schon mal einige Sekunden „aus
der Welt sein“.Ich Donna, Abteilung Vernunft hole unseren Don
immer rechtzeitig zurück in die Welt.“
„ Du kleines, süsses Miststück. Gib die Abteilung Vernunft ab und
dann machst Du nur noch Vollzeit Abteilung Irrsinn. Es wird
wunderbar werden.
Komm schon, sei nicht feige, no risk no fun oder so!“
Wie wird Donna sich entscheiden? Was wird aus Horrst? Und was soll
das alles?
Liebe Grüße von allen an alle
Ps.: Wenn ich Ehemann/Partner wäre dann würde ich mich fragen, was
meine Ehefrau/Partnerin so macht wenn ich auf Arbeit bin.

4.Gegen das Vergessen 26.Mai 2011
„Hallo,
ich bin Heinz, Sachbearbeiter in der Abteilung „ Moral, Ethik und
andere Verwerfungen“.
Rechte Seite neben dem Kleinhirn.“
„Seit Wochen nervt unser Don Mudra mit seinem neuen Bild.
Titel des Werkes: Die Aktentasche von Karl-Adolf Eichmann, SSObersturmbannführer,
geboren 19. März 1906 und hingerichtet am 1. Juni 1962.“ (Ab
Oktober 1939 Leitung des „Judenreferats, von 1941-1945
organisierte Eichmann vom Schreibtisch aus den Transport von ca. 6
000 000 jüdischer Menschen in die Vernichtungslager)
„Alle die unseren Don in den letzten Wochen besucht haben wurden
auf den Namen Eichmann angesprochen.“
„Das Ergebnis: Unser Don ist frustriert. Denn von den befragten
Personen konnten nur die älteren (ab 40 Jahren ungefähr) mit dem
Namen Eichmann etwas verbinden.“
„Und jetzt vermutet unser lieber Don, das das kollektive Vergessen
des Holocaust so langsam systematisch einsetzt und die
Erinnerungen verloren gehen Es gibt kaum noch Augenzeugen und das
historische Bildmaterial ist überwiegend aus der Sicht der Täter.“
„Seit einer Woche plagt unser Don die Frage: Was kann er gegen das
Vergessen tun und wie kann man eine Vorstellung von 6 Millionen
ermordeter Menschen bekommen.“
„Ich brauche jetzt die Hilfe von Donna aus der Abteilung „Vernunft
und Irrsinn“ und rufe sie mal an.“
„Hallo Donna, hier spricht Heinz von der Abteilung MEuaV.“
„Hi Heinz, alter Moral-und Ethikapostel. Was liegt an?“
„Ich brauche deine Hilfe. Du musst unseren Don zur Vernunft
bringen.“
„Mal sehen ob ich dir noch helfen kann. Ab nächsten Monat bin ich
in Teilzeit nur noch für den Bereich Irrsinn zuständig.“
„Ach was. Interessant. Meine Bitte: Kannst Du nicht auf unseren
Don einwirken und ihn von seiner Idee, die Zahl 6 Millionen
erlebbar zu machen, abbringen.“
„Wie will unser Don denn die Zahl 6 Millionen erleben?“
„Sein Konzept ist folgendes: Karl-Adolf Eichmann ist der
klassische Schreibtischtäter. In seiner Arbeitszeit von 8 Uhr bis
17 Uhr hat er den Transport der jüdischen Menschen in die
Vernichtungslager organisiert. Genau wie dieser Eichmann will
unser Don die Zahl 6 Millionen „Abarbeiten“. Unser Don will auf
einem belebten Platz ein Zelt aufbauen. Das Zelt soll so groß sein
wie das Büro von Eichmann. Über einen Lautsprecher werden die
Zahlen 1 bis 6 Millionen wiedergegeben. Unser Don will die Zahlen
in einer 40 Stunden Woche von Montag bis Freitag abhören. Die
einzige Tätigkeit: Hören und sonst nichts. Die einzigen Möbel sind
ein Tisch und ein Stuhl.
„Wow, das ist eine harte Performance. Ich schätze mal, das dauert
mehre Jahre. Richtig ist, das die Zeit selbst die Totengräberin
des Gedächtnisses ist. Deshalb muss immer „gegen das Vergessen“
angegangen werden. Da hat unser Don recht und ich zitiere aus dem
Buch „Zeiten des Schreckens“ von Wolfgang Sofsky „Die öffentlichen
Rituale der Trauer und Klage, mit denen die Überlebenden und ihre
Nachfahren ihren Toten gedenken, eignen sich nicht zur moralischen
Entlastung der nichtjüdischen Deutschen und ihrer europäischen
Gehilfen.“
Wird Donna auf Don Mudra einwirken? Und wenn ja, wie?
Liebe Grüße
von allen an alle

5.Alkohol rockt !? 28. Mai 2011
„Guten Tag,
ich bin Freddy, die Leber von unserem Don Mudra. Am Samstag den 28
Mai 2011 ab 15 Uhr war es vorbei mit der Ruhe. Ich konnte zuerst
mit der Flüssigkeit die plötzlich ankam nichts anfangen. Nachdem
ich im Archiv nachgeschaut hatte war es klar: das war Kaffee mit
Brandy und eine Stunde später hatte ich mit Rotwein zu tun. Ich
glaube ich spinne. Nach 16 Jahren Teilzeitarbeit ( nur Medikamente
und so ein Kram) kommt jetzt ohne Ankündigung Vollzeitmaloche.
Bitte nicht. Die 16 Jahre ohne Alkohol waren total easy. Es sind
noch nicht mal 17 Uhr und ich habe schon zwei Brandy und einen
halben Liter Rotwein zu verarbeiten.
Ich frage mich was die Gehirnteile eigentlich machen. Sind die
alle in Urlaub? Ich werde mal bei Donna von der Abteilung
„Vernunft und Irrsinn“ anrufen und fragen was da oben los ist.
Hallo Donna, hier ist Freddy die Leber von unserem Don Mudra.“
„Hallo Freddy, alte Leberwurst. Ist Dir etwas über die Leber
gelaufen?“
„Allerdings, liebe Donna. Seit heute 15 Uhr muss ich
ununterbrochen Malochen. Unser Don trinkt Alkohol. Seit über zwei
Stunden schon. Was ist los bei Euch. Habt Ihr keine Kontrolle mehr
über unseren Don?“
„Was sagst Du da. Wiederhole das bitte mein lieber Freddy.“
„Unser Don trinkt Rotwein und wie es aussieht mit großer Freude.“
„Ach du große Scheisse. Ich war nur einige Stunden mit Ruth
unterwegs. Sie wird meine Nachfolgerin für die Abteilung
„Vernunft“. Ich habe Ihr alles gezeigt was zu tun ist. Ich mache
ab nächste Woche nur noch die Abteilung „Irrsinn“.“
„Na super, Donna. Jetzt haben wir den Salat. EHEK
Salatgurkentomatenmöhrenkohlmist“
„Tut mir leid, Freddy. Ich frage das Großhirn was in der Abteilung
„Wille, Intelligenz, Gedächtnis und Lernfähigkeit“ los ist.“
„Ja bitte Donna, ich wollte nicht mehr so viel arbeiten. Du weisst
ja wieviel ich Malochen musste bis vor 16 Jahren.“
„Alles klar, Freddy. Ich check das mal und rufe das Großhirn an.“
1 Minute später
„Hallo Freddy, das Großhirn ist mit allen Abteilungen auf einer
Weiterbildung beim „Limbischen System“ und der Notdienst ist mit
einem Praktikanten besetzt.“
„Ich werde noch irre Donna. Was für eine Gehirnquetschung. Am
Montag werde ich mich beim Personalrat beschweren. So geht das
nicht.“
„Das verstehe ich lieber Freddy. Ich werde alles versuchen um
unseren Don wieder alkoholfrei zu bekommen.“
„Ach Donna, ich glaube Du bist schon mit deinen Gedanken in der
Abteilung „Irrsinn“. Und Ruth muss sich erst einarbeiten.“
„Ja, Du hast recht. Ich bin mit meinen Gedanken schon in der
Abteilung „Irrsinn“. Aber ich werde jetzt noch ein paar
Überstunden machen und alles probieren um unseren Don vom Alkohol
zu trennen.“
„Liebe Donna, hau rein sonst gibt das richtig Ärger!!“
„Ich weiss Freddy.“
Wird Donna es schaffen? Oder spielt sie ein falsches Spiel?
Liebe Grüße
von allen an alle

Don Mudra


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Dia Lichtinstallation von Don Mudra

don mudra 13:42

Playmobil




Liebe Grüsse
Mudra

Galerie Don Mudra
Termin nach Vereinbarung
0175 511 40 16
info @ mudrarecords.de
www.40lifes.com/donmudra
www.mudrarecords.de
www.soundcloud.com/donmudra
www.youtube.com/donmudra


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