ali 12:27
Eher zufällig bin ich in eine Anwohner-/Bürgerbefragung reingeraten. Es geht dabei um die Zukunft des Flughafengeländes Tempelhof, ein Areal ungefähr so gross wie das Zentrum von Aachen, mitten in Berlin, u.a. an Kreuzberg und Neukölln angrenzend, ungefähr zwei Minuten von meiner Haustür bis zum Stacheldrahtzaun des Geländes. Der kommt übrigens bis spätestens Mai 2010 weg, wie ich gehört habe. Zumindest der Staheldraht und die Türen werden fürs Volk geöffnet.
Was jetzt mit dem Gebiet passieren soll, ist wahrscheinlich schon beschlossene Sache, wie man das so macht, wurde noch etwas Volkesstimme eingeholt.
War der Medienhype rund um die Besetzung doch recht gross, ist mir nichts von dieser Veranstaltung zu Ohren gekommen. Jedenfalls schien mir das allgemeine Interesse, mehr über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Geländes zu erfahren, recht gering.
Also mir hat’s gefallen, eine leere Info-Bus-Fahrt übers Gelände mit Reiseführer, der die Lücken zwischen seiner spärlichen Infos mit anzüglichen Witzen und anderem Füllmaterial gefüllt hat, keine Wartezeiten am Bratwurstgrillstand, etwas Frage-Antwortspiel mit ‘ner Leinwandprojektion der Fragen und Eingabe der a, b oder c-Antworten per Funkfernbedienung, dann ein Malstand für kleine und große Kinder: Mal dir Deinen Wunschpark, der obligatorische Fragebogen und Kärtchen für Kurzstatements die an ein Bürger-Board oder sowas gepinnt wurden (”KEIN DUMM-KOMMERZ! “KEINE KIRMES!” von mir, ausserdem waren da noch etwa 20 weitere Karten und gemaltes/gezeichnetes, das war hoffentlich nicht alles.)
Geplant ist sowas wie ein Spiel-, Sport-, Spass-, Erholungs-Park und Wohn- und Industriegebiete.
Mein Interesse als neuer Anwohner galt natürlich der Erweiterung des sog. Schillerkiezes rund um die Schillerpromenade. Da soll ein kompletter Block hinzugebaut werden. Mal schauen, was das für Wohnungen werden, wer dann da einzieht so schön direkt am grünen, ruhigen Park und was aus den jetzigen Anwohner der ehemaligen Einflugschneise des Flughafens wird, zum grossen Teil Proleten und Migranten, über deren Köpfen jahrzehntelang ein Teil des Berliner Flugverkehrs stattfand.






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