29 Juni 2009
2. Offener Brief zum ev. Kirchentag 2013
Guten Tag,
ich möchte jetzt nicht weiter auf die ca. 10 Milliarden Euro staatlicher Zuwendung pro Jahr an die christlichen Kirchen eingehen.
Ich frage Dich und alle anderen Christen, wer die 25 Milliarden Euro Entschädigung für die hunderttausende Heimkinder bezahlen soll, die in überwiegend evangelischen und katholischen Kinderheimen systematisch missbraucht, misshandelt und ausgebeutet wurden.
Die Hamburger Evangelische Kirche könnte mit gutem Beispiel vorangehen und die 18,5 Millionen Euro für ihre Kirchentags - Party im Jahr 2013 den oben genannten Heimkindern als Entschädigung auszahlen.
Ich schaue mal in die Zukunft und prognostiziere, dass die 25 Milliarden Euro Entschädigung vom Steuerzahler aufgebracht werden.
Seit dem es die drei monotheistischen Religionen ( Juden, Christen und Islam) gibt, also ca. 2500 Jahre, ist das Leben auf der Erde immer gewalttätiger geworden, es gibt immer mehr Hunger und Unglück auf der Welt. Neid, Gier, Egoismus, Hass, Zynismus, Konsumterror, Drogensucht, Beziehungsunfähigkeit, Kindermorde, Ehrenmorde, Perversion, Zerstörung des Weltklimas, Finanz-und Bankenkrise, grenzenlose Armut und grenzenloser Reichtum. Millionen von Kriegs-und Wirtschaftsflüchtige stehen an den europäischen christlichen Grenzen und sind nicht erwünscht. Vor unseren christlichen Grenzen, ertrinken, verhungern Menschen, die ein klein wenig von unserem christlichen Wohlstand abhaben möchten. Das ist keine europäische christliche Nächstenliebe.
Die Frage muss erlaubt sein: Wofür braucht die Menschheit noch Religionen? Brauchen die Menschen nur für ihr eigenes, kleines, privates Wohlbefinden die Religionen? Als beliebiges Seelenweelness, mit etwas Christentum, etwas Buddhismus, eine wenig Esoterik und anderen Hokus- Pokus.
Ach, wir sind doch alles nette Menschen und gute Kerle. Ostern, Pfingsten und Weihnachten sind die Kirchen voll mit Teilzeitchristen und der Gottesdienst ist eine Mischung aus Oktoberfest und Bauernhochzeit. Und nach den Feiertagen ist es erst mal vorbei mit dem Glauben.
Religion ist bei den meisten Christen, die Einhaltung des Festkalenders. Das sind diese “Drei-Tage-Christen” (Ostern, Pfingsten,Weihnachten), die Religion als Folklore und als eine gewohnheitmässigen Alltagsgestaltung betrachten.
Nein, vielen Dank. Mit diesen religiösen Sekten möchte ich nichts zu tun haben. Selbstbewusste, nachdenkliche Menschen brauchen keinen Gott, der ihnen sagt was gut und schlecht ist.
Das ist mir schon lange ohne Religion bekannt und mein Vorschlag an alle Christen: Kirchentage zu Suppenküchen!!!
Liebe Grüsse
Don Mudra
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