DJ Monster

don mudra 18:16


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Über das Töten oder Das bisschen Vernunft, das wir haben, um tierischer zu sein als jedes Tier

don mudra 17:58

Über das Töten


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Music is my best friend

don mudra 16:59

Music is my best friend Ein erdachtes Gespräch über Datenschutz, Techno, Google, Myspace, Sponsoren, und das Hamburger Clubleben


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Barfly – Monolog für eine Puppe

don mudra 18:04
“Barfly”
Monolog für eine Puppe
von Don Mudra
23.10.2008
Im Hintergrund läuft der Ton von einem Pornofilm, Gestöhne und Musik..
Die Stoff Ente macht die Anmoderation, mit “Mickey Mouse” Stimme.
Stoff Ente:
Hallo und herzlich willkommen bei Amor Fati am Sonntag.
Heute Abend gibt es einen Monolog für eine Puppe in der Amor Fati Bar “Nirgendwo”.
Der Titel des Monologes: “Barfly”.
Hat nix mit dem Film “Barfly” zu tun. Mit Mickey Rourge und Fay Danaway. Über das Leben
von Charles Bukowski.
Abgang Stoff Ente.
Zugang Elvis Puppe (Don Mudra), kommt hinter den Tresen und stellt eine Flasche Ketamin ab und wendet sich dem Publikum zu.
Don Mudra:
Hi Leute, mein Name ist Don Mudra aber Freunde dürfen mich
Don………Mudra nennen.
Ja, ja, die Zeiten sind hart aber modern und der Trend geht zum Zweitjob.
Meine Hauptbeschäftigung ist die kritische Betrachtung des
politischen und gesellschaftlichen Leben und deren Verbreitung
im öffentlichen und privaten Leben.
Aber mit dieser Beschäftigung darf kein
Geld verdienen werden, denn wir wissen doch:
Nur wer unabhängig ist, kann wirklich kritisch sein.
Wendet sich zum Publikum
Don Mudra:
Ist doch logisch, oder?
Oder was meinen Sie dazu…. Ach was, egal.
Schüttet sich einen Drink Ketamin ein.
Don Mudra:
Meine Nebenbeschäftigung, ist Verkäufer in der “Motor Station Altona”. Schwerpunkt: Fahrradverleih.
und Service, rund um die Uhr.
Und im Gegensatz zu dieser Bar, habe ich in der “Motor Station” mehr Kunden und
ganz besonders viele Kundinnen.
So, jetzt mal einen erstklassigen Tipp an die ledigen Jungs hier im Raum. Ohren auf, ich sage
es nur einmal: Wenn Sie Frauen kennen lernen wollen, dann müssen Sie sich
aufmachen und losgehen in die Einkaufszonen,
in die Kaufhäuser, in die Schul Läden, in die Boutiquen usw. oder sucht euch
besser noch einen Job als Verkäufer in einem der genannten Läden. Da geht was!
Beim Einkaufen sind die Frauen förmlich wehrlos.
Hei, das wissen Sie doch auch. Einkaufen macht glücklich und offen für
kleine Plaudereien und mehr..
1
Don Mudra wendet sich an das Publikum und geht auf den Pornoton ein.
Don Mudra:
Sie wundern sich über das “Geficke” von nebenan. Da ist jetzt neu ein Pornokino
mit Darkroom drin. Das ist nix für Sie. Das ist wirklich nur etwas für Nihilisten
und ähnliche Gesellen.
Ich gehe nach Feierabend schon mal gerne da hin und trinke einen Blasen Tee.
Also, Katholiken und so was habe ich dort noch nie gesehen.
Don Mudra trinkt einen Schluck.
Wo war ich stehengeblieben? Ach, ja. Die Frauen. Jungs ich weiß wovon ich rede.
In den Fahrradladen kommen 80 % Frauen. Die Jungs reparieren ihre Räder lieber selber. Sollen sie!! HH hat übrigens erheblich mehr weibliche Einwohner als männliche.
Die Frauen kommen in meinen Fahrradladen und wollen Licht,… Luft… und…. Kettenspannung.
Was meinen Sie, wieviel Frauen ich in den letzten Monaten
glücklich gemacht habe in dem Fahrradladen.
Ich liebe meinen Job!
Don Mudra wendet sich an das Publikum und geht auf den Porno ton ein.
Don Mudra:
Der Film der jetzt gerade nebenan läuft kenn ich. Gina Wild – Durch gefickt! Da kann ich mitstöhnen!
Einwandfrei der Film.
Ich habe heute meinen redseligen Tag. Ich sage ihnen noch etwas und das betrifft Frau und Mann.
Mein Tipp: Suchen Sie nach ihrer verborgenen bisexuellen Seite und leben Sie sie aus.
Ich garantiere Ihnen jede Menge Sex, Sex, Sex. Jawohl!
Don Mudra wendet sich an das Publikum.
Don Mudra:
Sie schauen so ungläubig und denken bestimmt, was redet der Mann für einen Quatsch!
Nein, Nein, hier werden sie geholfen. Ehrlich.
Also:
In den Schwulen Kinos und Darkrooms sind zu 75 % bisexuelle Männer, die anonymen Sex mit muskulösen Lederkerlen haben wollen, oder so ähnlich. Die meisten der Männer gehen nach dem Sex nach Hause zu ihren Ehefrauen. Es ist so leicht für Männer Sex zu bekommen, wenn sie bisexuell sind.
Bisexuelle Männer können in Darkrooms gehen, oder in Parks. Der Boberger See hat einen eigenen
Strand, wo nur Schwule sind. Da geht immer was. Oder über das Internet. Innerhalb von Minuten kann man ein Date mit Sex klar machen irgendwo in HH. Alles kein Problem
Das nenn ich sexuelle Demokratie.
Für Frauen gibt es ja keine Darkrooms oder ähnliches. Sie müßten es mal in einschlägigen
Frauen kneipen oder Mittwoch im KIR probieren. oder im Internet.
Ich behaupte einfach mal, dass fast alle Menschen bisexuell sind, nur die meisten unterdrücken diese Art der Sexualität.
Schön blöd.
Don Mudra trinkt.
Don Mudra:
Wann haben Sie das letzte mal ein innig knutschendes Heteropaar gesehen? Lange her.
Ich sah eines dieser seltenen Spezies am letzten Samstag bei der DIY Party im Ü+G mitten auf dem Dancefloor. Gegen 5 Uhr morgens. Das fand ich richtig klasse. Von Amts wegen
müßte der komplette Dancefloor Knutschen aber wer knutscht schon gerne in der Öffentlichkeit.
Don Mudra wendet sich an das Publikum.
Don Mudra:
Na, wann hatten sie oder Sie oder Sie das letzte mal Sex? Und wer ist bisexuell, schwul oder lesbisch.
Das große Schweigen!
Dann weiß ich ja Bescheid. Alles Heteros! Au weia.
Ich schildere mal einen Hetero Dialog. Es geht ums Knutschen.
Er: Darf ich dich küssen?
Sie: Ich weiß nicht.
Er: Was weißt du nicht?
Sie: Ob ich Dich küssen kann.
Er: Hei, ich will nur knutschen.
Sie: Ich denke darüber nach. Ok?
Er: Was gibt es denn darüber nachzudenken?
Sie: Ich bin mir nicht sicher, ob ich emotional schon bereit bin dafür.
Ich spüre, glaube ich, keine Liebe.
Und ich brauche vorher einen Aidstest. Und hast du einen Bausparvertrag.
und willst Du Kinder haben….
Don Mudra zeigt auf das Pornokino.
Don Mudra:
Was ist mit den Pornofilmen? Ich sage es ihnen: Pornos sind so primitiv wie die sex feindliche Gesellschaft mit ihrer verklemmten Sexualität und erst eine sexual bejahende Gesellschaft ist zu einer differenzierten und kultivierten Darstellungen von Sexualität fähig.
Die komplette Gesellschaft
ist pornografisiert. Im Internet kannst du die ganze Bandbreite der Sexualität haben:
Sex mit Frauen, Sex mit Männer, Sex mit Kindern, Sex mit Tieren und all den anderen
Dreck, von dem ich noch nichts weiß.
Der öffentliche Raum ist zugekleistert mit sexistischer Werbung und sogar im öffentlich rechtlichen Fernsehen gibt es Schwänze und Muschis zu sehen.
Überall ist Sex,… nur keiner hat Sex…. von den armen Heteros jedenfalls.
Schwuler Sex erscheint nicht in der Werbung und ist gesellschaftlich immer noch stigmatisiert.
Partnerschaft bedeutet bei uns immer Monogamie und wenn schon
einen Seitensprung, dann aber bitte keinen schwulen Sex.
Don Mudra trinkt einen schluck Ketamin.
Don Mudra:
Lecker, lecker.
Ich sage Ihnen, warum es so ist wie es ist:
Wenn in unseren, ach so modernen westliche Industrieländern für 80% der
Frauen und Männer Liebe und Eifersucht zusammen gehören, dann wird das nichts
mit der sexuellen Befreiung.
Übrigens ist Eifersucht das häufigste Motiv bei Gewalttaten und Mord.
Kurze Frage:
Wer von ihnen kennt immer noch nicht den Unterschied zwischen
Ficken und Blasen?
Heute zum allerletzten mal, werde ich es ihnen sagen.
Hatten sie schon mal Ficken an den Füßen? Ich nicht.
Don Mudra trinkt einen schluck Ketamin.
Don Mudra schaut auf sein Ficken Armband.
Don Mudra:
Ei, gleich Feierabend.
Aber für einige Bemerkungen zum Kinderkriegen und Familie habe ich noch. Zeit.
Ich halte es da lieber mit Karl Kraus, der in zeitloser Wahrheit schreibt:”Das Familienleben
ist ein Eingriff in das Privatleben”.
Ja, ja, die gute alte Familie, der heilige Gral in einer individualisierten Welt, in der
keine Kinder mehr geboren werden, wird zu einer neuen/alten Gesellschaftsidee.
Jetzt noch mal die Ohren auf:
Jetzt sage ich allen denen, die kinderlose Frauen für hedonistisch und egoistisch halten, die nur an ihre Selbstverwirklichung und an ihr Bauchnabelpiercing denken und damit die Rentenkassen zerstören statt ihrem Gottgewollten Schöpfungsauftrag nachzukommen Folgendes:
1. Kinderlosigkeit ist kein Lifestyle sondern ein Freiheitsrecht.
2. Emanzipation ist nicht nur der Aufstand gegen eine Männergesellschaft sondern die Befreiung der Frau aus ihrer von Männern verordneten Unterworfenheit.
3. Es gibt keine Pflicht zum Kind. Wer etwas anderes sagt, verrät seine totalitäre Gesinnung.
4. Im Kapitalismus von Solidarität zu sprechen ist absurd und albern.
Don Mudra schaut auf sein Armband.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und tschüssikowski.

was sagst du dazu

don mudra 15:37
Wozu Drogen?
Die Antwort von Don Mudra 2009
1. Einleitung
2 . Nüchtern philosophieren.
3. Heilige Drogen
4. Wie fand die Sucht zur Droge?
5. Provoziertes Leben
1. Einleitung:
Das Meyers Lexikon beschreibt Drogen folgendermassen: Präperate pflanzlicher, tierischen und
mineralische Ursprunges, die als Heilmittel, Stimmulanzien oder Gewürze Verwendund finden.
Verwiesen wird auf das Stichwort Rauschgifte. Rauschgifte sind biologisch aktive Substanzen, die
durch Wirkung auf das Zentralnervensystem den Bewusstseinszustand so veränder, dass
rauschartige Zustände, mitunter mit Wahnvorstellungenauftreten. Rauschgifte sind natürlich ( z.b.
Haschisch, Kokain, Opium, Nikotin), halbsynthetisch ( Alkohol, Heroin) oder künstlich hergestellt
(Ecstasy, Speed).
2. .Nüchtern philosophieren
Ich beginne mit der Kulturgeschichte der Drogen vor zweieinhalbtausend Jahren mit den
griechischen Philosophen um Platon und Sokrates. Sie waren der Meinung das, ” jede
Überwältigung durch sogenannte göttliche Kräfte”, nicht als wahre Einsichten gelten sollten. Alle
“Einflüsse und Besessenheiten” sind als Trübung der Seele und ihrer Urteilskraft zu verwerfen”.
Philosophieren soll, auch wenn von beflügelten Themen die Rede ist, durchweg argumentieren
bedeuten und das heisst nüchtern reden. Die alten Griechen waren stolz darauf sich von den
launischen Gnaden der seelischen Ausnahmezustände freigemacht zu haben und “wollen das
Land der Wahrheit ohne Drogen und andere illegale Transportmittel durchqueren”.
Seitdem gibt es in der Philosophie ein faktisches Enthusiasmusverbot. Philosophie ist von da an
mehr Wissenschaft als Erleuchtungskunde und die Folgen sind bis auf den heutigen Tag schwer
zu überblicken.
Seit Aristoteles gehört es zum Ehrenkodex der argumentierenden Gemeinschaft, das es besser sei
nüchtern in die irre zu gehen, als droguiert mit den äußersten Einsichten herauszurücken.
Wer dies nicht wollte der musste es weiterhin mit dem traditionellen Gemisch aus Rausch und
Religion und von Hörensagen und Bewusstseinstrübungen versuchen.
Dieser Rückblick ist nicht unwichtig wenn man sich die heuten süchtigen Mitglieder der westlichen
Gesellschaften anschaut.
Die Feldzüge gegen die Drogen, seien sie therapeutisch, religiös,juristisch begründet sind teil
eines psychohistorischen Dramas. Es ist die seit mehreren Jahrtausenden geführte Schlacht um
das richtigen Maß von Rausch und Nüchternheit.
In diesem Konflikt zeigt sich das es einen beträchtlichen Teil von Menschen gibt die das zu
“schwer gewordene Gewicht der Welt nicht mehr tragen können”. Sie versuchen es durch
Bedürfniseinschränkung zu reduzieren oder versuchen es auf andere abzuwälzen oder es zu teilen
und gemeinsam zu tragen oder es mit Hilfe von Rauschmittel es zu vergessen oder zu überfliegen.
Im Hinterkopf die rebellische Wahrheit eines Satzes von J. G. Fichte:” …..denn das vernüftige
Wesen ist nicht zum Lastenträger bestimmt.”
Aus diesem Nichtzusammenbrechen unter Lasten, hat sich der Freiheits-und
Selbstbestimmungswille der Menschenheit herausgebildet.
Gleichzeitig hat ein anderer, grössere Teil der Menschheit seine ganze Vernunft und Nüchernheit
aufgeboten und beugt sich dem Lebensjoch der als eine Art Gehorsamkeit dem unvermeidlichem
und unabänderlichen Leben gilt.
Diese Einstellung kommt aus der Überzeugung von der Grundgüte der Welt und der Zumutbarkeit
des Lebens. Nur in einer hinreichenden guten Welt ist das nüchternde Realitätsprinzip glaubhaft
durchzusetzten und die Existenz von Drogentherapeuten u.s.w. glaubwürdig.
Die Philosophen gelten als Menschen, die jede Überwältigung des Verstandes für unzulässig
erklären und sind daher keine Partner für ein Gespräch über süchtige Konstitution des Menschen.
Die zeitgenössischen Philosophen sind stolz darau, auch die letzten Spuren der Ekstase
ausgemerzt zu haben und geniessen es nüchtern dem Geist zum Sieg zu verhelfen.
Platon und Aristoteles hatten noch eine ferne Erinnerung an Gipfelerfahrungen im Raum und die
Trennung von Logik und Ekstase war noch nicht völlig getrennt.
Arestoteles sprach vom “..sich selber denkenden Denken” und hatte noch ein Gespür für hohe
Zustände und Enthusiasmus.
Platon beruft sich auf die Schamanen, die als ekstasemächtige Meister in Griechenland bekannt
waren und deren Nachfahren in die Polis einwanderten und sich den städtischen Gegebenheiten
anpassen mussten. Dies war der Beginn der Philosophie, als die Ekstatik sich der Rhetorik
unterwarf.
Der Zivilisationsproßess der westlichen Gesellschaft ist unter anderem durch die Installation von
Ersatzdrogen gekennzeichnet ohne das Bewusstsein zu haben, das es sich um eine Ersatzdroge
handelt.
2. Heilige Drogen
Um die Quellen menschlichen Drogengebrauch zu verstehen muß eine moderne Denkgewohnheit
abgelegt werden. Der Zusammenhang von Droge und Sucht ist eine neuzeitliche Verknüpfung und
um den historischen Drogengebrauch zu verstehen ist es notwendig diese Allianz von Droge und
Sucht aufzubrechen und beide als grundverschiedene Größen zu betrachten.
Es gab eine Epoche in der Drogen überwiegend als Vehikel eines ritualisierten metaphysischen
Grenzverkehr fungierte. Der rituell gehegte Gebrauch von Drogen gehörte zu dem
untergegangenen Weltalter des Mediumismus.
Das menschliche Innere wurde nicht als in sich geschlossene Seelensphäre gesehen sondern als
Erscheinungsraum und Bühne für Ankommendes, Eintretendes und Durchgehendes.Das
menschliche “Innere” öffnet sich und tritt heraus. Ekstase bedeutet, das heraustreten des Ich aus
seinen Grenzen, das ausser sich sein.
In dieser Zeit galten die Drogen selber als Elemente, Akteure und Mächte im geordneten Kosmos
und wurden angerufen wenn die Individuen sich krank und entfremdet fühlten und wenn das
verlangen nach Überwindung unerträglich gewordener Spannung groß ist.Spannungen zwischen
Außen und Innen, zwischen Gott und Nicht-Gott, zwischen Ich und Wirklichkeit.
Die Drogen dienten nicht der privaten Berauschung sondern fungierten als heilige Türöffner für die
Götter.
In dieser Zeit, in der an jeder Ecke, in jedem Zelt unter jedem magischen Baum etwas
geheimnisvoll Ankommende, Eintretende und Durchgehendes geben konnte gab es einen großen
Gebrauch der Drogen aber keine Drogenprobleme.
Es wird von extremen Formen des Rausches berichtet aber von Sucht ist nicht die Rede.
Die Ekstase und die daraus folgernde sakrale Definition ist die Realität und das schließt die
Suchttendenz aus.
Der magischen Sinn, der in dieser rituellen Ekstase ruht kann heute nicht mehr verstanden werden
aber nehmen wir mal an, das die geweihten Hostien des katholischen Rituals mit einigen Tropfen
LSD präperiert wären. Es gabe bestimmt viele Christuserscheinungen und Gottesvisionen.
Das christentum wäre dann eine syhntetische Trancereligion wie brasilianischer Xango oder
Candomble. Dann könnte die christliche Kommunion in einem Atemzug mit Soma oder Peyote
genannt werden und hätten “reale” Christuserscheinungen und Gottesvisionen.
Die Tendenz ging Richtung nüchterne Verhältnisse in der Welt und das Abendmahl blieb ein
Sakrament ohne Halluzinationen. Lange vor den Aufklärern hat die Theologie diese heiligen
Drogen verteufelt. Nach dem Sieg der protestantischen Symboltheoretiker über die katholischen
Realpräsnzmystiker in der Eucharistiedebatte des 16. Jahrhunderts wurde die nüchternde Neuzeit
ausgerufen.
In der calvinistischen Neuzeit wurden die Ersatzdroge geliefert:: Kult um Geld und Erfolg. Wer sich
nicht mit Geld und Erfolg droguieren kann, der muss die “realen Drogen” nehmen. Heroin ist die
Ersatzdroge für die Ersatzdroge Geld und Erfolg.
4. Wie fand die Sucht zur Droge?
Mit dem Ende der Heiligen Drogen verstummten auch die Götter und der moderne Mensch ist
gegen Offenbarungen gefeit. Die alltäglischen nüchternden Gedankenzustände ist für uns normal
und normativ. Alles andere kommt in den Bereich Wahn und Nonsens. Für den westlichen
Menschen ist die Möglichkeit das Götter u.ä. zum Erfahrungsinhalt gehören ausgeschlossen.
Göttliches ist nicht erscheinungsfähig. An religiösen Wahn denkt man bei direkte Offenbarungen.
Mit dem verstummen der Götter wurde der Gebrauch sakraler Drogen langsam geringer. Es zeigte
sich das auch in Ekstase die Kommunikation mit den Göttern verlernt wurde und der
Außersichseinde die Offenbarungen nicht mehr versteht.
An diesem Punkt treten Rausch und Kult auseinander. Die Drogen öffnen keine geheimen Türen
und treffen auf ungewöhnliche innere Zustände. Es treffen keine Informationen aus dem Jenseits
ein.
Nun ist der Weg frei in den privaten Drogengebrauch und in die Sucht. Die modernen
Lebensformen bietet genug Gründe zum Drogen nehmen und süchtig werden.
Die Sucht kann als revolte gegen die Zumutungen des Lebens gesehen werden. Der private
Drogengebrauch bietet Wege in die Innenexistenz und ein “Sichhinausdenken” aus den
gegebenen Umständen. Der süchtige entfernt sich unerlaubt von der Realitätstruppe und
entkommt der Verantwortung und Belastung des Lebens.
Ab hier wird in den Tiefendemensionen der Bewußtseinsgeschichte geforscht und eine
psychologische Erforschung ist bis jetzt ausgeblieben.
Über den Geheimnissen der Inexistenz liegt ein Bann, der das Denken in Richtung Positivismus
lenkt. Positivismus meint hier: Das alle Erkenntnisse auf beobachtete Tatsachen zurückführen.
Metaphysische Erörterungen führen nicht zu Erkenntnissen, das Aussagen über Sein, Nichts,
Geist u.s.w. durch keine Beobachtung überprüft werden können.
Um diesen Bann zu Überwinden wäre ein westliches Nirvana-Konzept nötig, das uns ein
freundschaftliches Nichts erschließt.
Als vor über zweitausend Jahren der Ideen – und Motivationshaushalt der Menschheit sich zu
revolutionieren begann tauchten die ersten Erlösungsreligionen auf. Die Erlösungstheorien sind ein
brisanter Faktor in der Bewußtseinsgeschichte. Erlösung ist ein Grundbegriff jeder höheren
Religion. Die mehr mystischen Religionen wie Brahmanismus, Buddismus, Hinduismus streben
nach einer Erlösung des Menschen aus seiner individuellen, körperlichen, vergänglichen, oft nur
scheinhaften existenz aus eigener Kraft und nach Aufgehen in einer überpersönlichen göttlichen
Einheit.
Im Christentum und Islam bedeutet Erlösung die Überwindung eines von Schuld und Leid
geprägten ( sündhaften) Lebens und Erreichung eines vollkommenen Lebens in Gott.Für die
Christen ist sie nur durch das Erlösungswerk und die Nachfolge Christi möglich.
Wo Erlösung möglich ist geraten die Unterschiede zwischen Leben und Tod, Sein und Nichts ins
wanken und eine heilige verneinung der Welt ist möglich und das ein wahrer Tod einem falschen
Leben vorzuziehen. Wer mit dem Erlösungsfeuer spielt kommt in die Versuchung dem
Welrtgebäude den Rücken zu zu kehren oder “Sich die Welt abgewöhnen ohne sie zu verlassen.”
Die buddistischen Nirwanalogen und die gnostischen Akosmologen (Gnosis:
Erkenntniss,Bewegung, die die Erkenntnisse der Gesetzt und Zusammenhänge in der Welt als
wesentliche Vorraussetztung für das persönliche, oft kollegtiv verstandene, Heil ansah. Danach ist
Rettung bzw. Verwircklichung der Menschen ihr eigenes Werk.
Akosmismus: Philosophische Lehre, die die selbständige Realität der Welt leugnet oder sie als
nichtig betrachtet.
Die buddistischen Nirwanalogen und die gnostischen Akosmologen bringen das “in der Welt sein”
und “irgendwo anders sein” wieder zusammen. Die Lehren bieten dem Menschen in der mit
unerträglischer Realität überladenen Leben die doppelte Staatsbürgerschaft des Seins wie des
Nicht-Seins an.
Die modereneren Suchtformen wie Workaholismus, mit den Derivaten in der Amüsier-und Hobby
kultur zeigt ein überlastetet Subjekt. Das In der Welt sein ebenso wie das Zur Welt kommen wird
durch permanetes Sichanfüllen mit Themen, Projekten, Events usw. verdrängt.
Die Aufgabe ist, die unerlöste Sehnsucht nach Erlösung zu begegnen und der verheimlichten
großen Verneinung Wege ins Freie, Gemeinsame aufzuzeigen.
Wenn unsere Kultur sich auf theoretisch und menschlich glaubhafte Weise der Inexistenz
annimmt, werden die Individuen den Verlockungen der pharmazeutischen- und der
Drogenindustrie widerstehen können.
5. Provoziertes Leben
Am Anfang war der Entzug, denn unter tausend Wurzeln, Sträucher, Bäumen, Pilzen, Blüten sucht
die Menschen die eine Planze die Steigerung und Ausweitung des Lebens also provoziertes Leben
verspricht.
Ein so potentes Organ wie das Gehirn braucht als Treibstoff Alkaloide um in die dunkelnden und
unbekannten Räume im tirfsten inneren dieses Organs vorzudringen . Ein so kleines verletzliches
Organ wie das Gehirn bringt es fertig das Pyramiden gebaut werden, die Röntgenstrahlen
gefunden worden sind und das man zum Mars fliegen kann.
Das Gehirn ist das revolutionäre Organ schlechthin. Nicht Anpassung, nicht Faul-und Reifwerden
sondern immer Schöpfungskrisen, Reizbarkeit, Leiden am Bewußtsein.Arbeiten heißt Steigerung
zu geistigen Formen. Sein Wesen war nie Inhalt, sondern immer Form, seine Mittel Steigerung,
sein Verlangen Reize. Mit vier Worten:Leben heißt provoziertes Leben.
Dieses Organ brachte von Anfang an alles mit, es war nicht auf Eindrücke angewiesen, es
produzierte sich selbst, wenn man es rief.
Als Satre auf seinen hohen Aufputschmittelverbrauch und die gesundheitlichen Folgen
angesprochen wurde , antwortete er so: “Das ist mir schnuppe, ich will mich umbringen, wenn ich
auf diese Weise die” Sonne in mein Kopf” installieren kann.
Was macht es wenn man sich den Schädel beschädigt, Nerven und Körper ruiniert, sofern man
die Oberhand behält und sich zusätzlicheKapazitäten und Energien verschafft?
Ich will mich gerne zerstören und sogar ein bißchen früher sterben, aber dafür die Kritik der
dialektischen Vernunft geschrieben haben.
Hinter beiden Aussagen steht die Theorie der Vollauslastung und die Vorstellung für grosse
Visionen muss man unter Drogen stehen.
Satre sagt,”…..und ich nehme es (Das Aufputschmittel Corydran) und treibe damit Mißbrauch, weil
dies das Sesam-öffne-dich ist für die geistige Vollauslastung.
Auch Plato sagt noch etwas dazu:”endogene Bilder sind die letzte uns gebliebene Erfahrbarkeit
des Glücks.
Quellen: Peter Sloterdijk – Weltfremdheit, Gottfried Benn – Provoziertes Leben, Bernard-Henry
Levy – Satre

Wozu Drogen?Die Antwort von Don Mudra 20091. Einleitung2 . Nüchtern philosophieren.3. Heilige Drogen4. Wie fand die Sucht zur Droge?5. Provoziertes Leben1. Einleitung:Das Meyers Lexikon beschreibt Drogen folgendermassen: Präperate pflanzlicher, tierischen undmineralische Ursprunges, die als Heilmittel, Stimmulanzien oder Gewürze Verwendund finden.Verwiesen wird auf das Stichwort Rauschgifte. Rauschgifte sind biologisch aktive Substanzen, diedurch Wirkung auf das Zentralnervensystem den Bewusstseinszustand so veränder, dassrauschartige Zustände, mitunter mit Wahnvorstellungenauftreten. Rauschgifte sind natürlich ( z.b.Haschisch, Kokain, Opium, Nikotin), halbsynthetisch ( Alkohol, Heroin) oder künstlich hergestellt(Ecstasy, Speed).2. .Nüchtern philosophierenIch beginne mit der Kulturgeschichte der Drogen vor zweieinhalbtausend Jahren mit dengriechischen Philosophen um Platon und Sokrates. Sie waren der Meinung das, ” jedeÜberwältigung durch sogenannte göttliche Kräfte”, nicht als wahre Einsichten gelten sollten. Alle”Einflüsse und Besessenheiten” sind als Trübung der Seele und ihrer Urteilskraft zu verwerfen”.Philosophieren soll, auch wenn von beflügelten Themen die Rede ist, durchweg argumentierenbedeuten und das heisst nüchtern reden. Die alten Griechen waren stolz darauf sich von denlaunischen Gnaden der seelischen Ausnahmezustände freigemacht zu haben und “wollen dasLand der Wahrheit ohne Drogen und andere illegale Transportmittel durchqueren”.Seitdem gibt es in der Philosophie ein faktisches Enthusiasmusverbot. Philosophie ist von da anmehr Wissenschaft als Erleuchtungskunde und die Folgen sind bis auf den heutigen Tag schwerzu überblicken.Seit Aristoteles gehört es zum Ehrenkodex der argumentierenden Gemeinschaft, das es besser seinüchtern in die irre zu gehen, als droguiert mit den äußersten Einsichten herauszurücken.Wer dies nicht wollte der musste es weiterhin mit dem traditionellen Gemisch aus Rausch undReligion und von Hörensagen und Bewusstseinstrübungen versuchen.Dieser Rückblick ist nicht unwichtig wenn man sich die heuten süchtigen Mitglieder der westlichenGesellschaften anschaut.Die Feldzüge gegen die Drogen, seien sie therapeutisch, religiös,juristisch begründet sind teileines psychohistorischen Dramas. Es ist die seit mehreren Jahrtausenden geführte Schlacht umdas richtigen Maß von Rausch und Nüchternheit.In diesem Konflikt zeigt sich das es einen beträchtlichen Teil von Menschen gibt die das zu”schwer gewordene Gewicht der Welt nicht mehr tragen können”. Sie versuchen es durchBedürfniseinschränkung zu reduzieren oder versuchen es auf andere abzuwälzen oder es zu teilenund gemeinsam zu tragen oder es mit Hilfe von Rauschmittel es zu vergessen oder zu überfliegen.Im Hinterkopf die rebellische Wahrheit eines Satzes von J. G. Fichte:” …..denn das vernüftigeWesen ist nicht zum Lastenträger bestimmt.”Aus diesem Nichtzusammenbrechen unter Lasten, hat sich der Freiheits-undSelbstbestimmungswille der Menschenheit herausgebildet.Gleichzeitig hat ein anderer, grössere Teil der Menschheit seine ganze Vernunft und Nüchernheitaufgeboten und beugt sich dem Lebensjoch der als eine Art Gehorsamkeit dem unvermeidlichemund unabänderlichen Leben gilt.Diese Einstellung kommt aus der Überzeugung von der Grundgüte der Welt und der Zumutbarkeitdes Lebens. Nur in einer hinreichenden guten Welt ist das nüchternde Realitätsprinzip glaubhaftdurchzusetzten und die Existenz von Drogentherapeuten u.s.w. glaubwürdig.Die Philosophen gelten als Menschen, die jede Überwältigung des Verstandes für unzulässigerklären und sind daher keine Partner für ein Gespräch über süchtige Konstitution des Menschen.Die zeitgenössischen Philosophen sind stolz darau, auch die letzten Spuren der Ekstaseausgemerzt zu haben und geniessen es nüchtern dem Geist zum Sieg zu verhelfen.Platon und Aristoteles hatten noch eine ferne Erinnerung an Gipfelerfahrungen im Raum und dieTrennung von Logik und Ekstase war noch nicht völlig getrennt.Arestoteles sprach vom “..sich selber denkenden Denken” und hatte noch ein Gespür für hoheZustände und Enthusiasmus.Platon beruft sich auf die Schamanen, die als ekstasemächtige Meister in Griechenland bekanntwaren und deren Nachfahren in die Polis einwanderten und sich den städtischen Gegebenheitenanpassen mussten. Dies war der Beginn der Philosophie, als die Ekstatik sich der Rhetorikunterwarf.Der Zivilisationsproßess der westlichen Gesellschaft ist unter anderem durch die Installation vonErsatzdrogen gekennzeichnet ohne das Bewusstsein zu haben, das es sich um eine Ersatzdrogehandelt.2. Heilige DrogenUm die Quellen menschlichen Drogengebrauch zu verstehen muß eine moderne Denkgewohnheitabgelegt werden. Der Zusammenhang von Droge und Sucht ist eine neuzeitliche Verknüpfung undum den historischen Drogengebrauch zu verstehen ist es notwendig diese Allianz von Droge undSucht aufzubrechen und beide als grundverschiedene Größen zu betrachten.Es gab eine Epoche in der Drogen überwiegend als Vehikel eines ritualisierten metaphysischenGrenzverkehr fungierte. Der rituell gehegte Gebrauch von Drogen gehörte zu demuntergegangenen Weltalter des Mediumismus.Das menschliche Innere wurde nicht als in sich geschlossene Seelensphäre gesehen sondern alsErscheinungsraum und Bühne für Ankommendes, Eintretendes und Durchgehendes.Dasmenschliche “Innere” öffnet sich und tritt heraus. Ekstase bedeutet, das heraustreten des Ich ausseinen Grenzen, das ausser sich sein.In dieser Zeit galten die Drogen selber als Elemente, Akteure und Mächte im geordneten Kosmosund wurden angerufen wenn die Individuen sich krank und entfremdet fühlten und wenn dasverlangen nach Überwindung unerträglich gewordener Spannung groß ist.Spannungen zwischenAußen und Innen, zwischen Gott und Nicht-Gott, zwischen Ich und Wirklichkeit.Die Drogen dienten nicht der privaten Berauschung sondern fungierten als heilige Türöffner für dieGötter.In dieser Zeit, in der an jeder Ecke, in jedem Zelt unter jedem magischen Baum etwasgeheimnisvoll Ankommende, Eintretende und Durchgehendes geben konnte gab es einen großenGebrauch der Drogen aber keine Drogenprobleme.Es wird von extremen Formen des Rausches berichtet aber von Sucht ist nicht die Rede.Die Ekstase und die daraus folgernde sakrale Definition ist die Realität und das schließt dieSuchttendenz aus.Der magischen Sinn, der in dieser rituellen Ekstase ruht kann heute nicht mehr verstanden werdenaber nehmen wir mal an, das die geweihten Hostien des katholischen Rituals mit einigen TropfenLSD präperiert wären. Es gabe bestimmt viele Christuserscheinungen und Gottesvisionen.Das christentum wäre dann eine syhntetische Trancereligion wie brasilianischer Xango oderCandomble. Dann könnte die christliche Kommunion in einem Atemzug mit Soma oder Peyotegenannt werden und hätten “reale” Christuserscheinungen und Gottesvisionen.Die Tendenz ging Richtung nüchterne Verhältnisse in der Welt und das Abendmahl blieb einSakrament ohne Halluzinationen. Lange vor den Aufklärern hat die Theologie diese heiligenDrogen verteufelt. Nach dem Sieg der protestantischen Symboltheoretiker über die katholischenRealpräsnzmystiker in der Eucharistiedebatte des 16. Jahrhunderts wurde die nüchternde Neuzeitausgerufen.In der calvinistischen Neuzeit wurden die Ersatzdroge geliefert:: Kult um Geld und Erfolg. Wer sichnicht mit Geld und Erfolg droguieren kann, der muss die “realen Drogen” nehmen. Heroin ist dieErsatzdroge für die Ersatzdroge Geld und Erfolg.4. Wie fand die Sucht zur Droge?Mit dem Ende der Heiligen Drogen verstummten auch die Götter und der moderne Mensch istgegen Offenbarungen gefeit. Die alltäglischen nüchternden Gedankenzustände ist für uns normalund normativ. Alles andere kommt in den Bereich Wahn und Nonsens. Für den westlichenMenschen ist die Möglichkeit das Götter u.ä. zum Erfahrungsinhalt gehören ausgeschlossen.Göttliches ist nicht erscheinungsfähig. An religiösen Wahn denkt man bei direkte Offenbarungen.Mit dem verstummen der Götter wurde der Gebrauch sakraler Drogen langsam geringer. Es zeigtesich das auch in Ekstase die Kommunikation mit den Göttern verlernt wurde und derAußersichseinde die Offenbarungen nicht mehr versteht.An diesem Punkt treten Rausch und Kult auseinander. Die Drogen öffnen keine geheimen Türenund treffen auf ungewöhnliche innere Zustände. Es treffen keine Informationen aus dem Jenseitsein.Nun ist der Weg frei in den privaten Drogengebrauch und in die Sucht. Die modernenLebensformen bietet genug Gründe zum Drogen nehmen und süchtig werden.Die Sucht kann als revolte gegen die Zumutungen des Lebens gesehen werden. Der privateDrogengebrauch bietet Wege in die Innenexistenz und ein “Sichhinausdenken” aus dengegebenen Umständen. Der süchtige entfernt sich unerlaubt von der Realitätstruppe undentkommt der Verantwortung und Belastung des Lebens.Ab hier wird in den Tiefendemensionen der Bewußtseinsgeschichte geforscht und einepsychologische Erforschung ist bis jetzt ausgeblieben.Über den Geheimnissen der Inexistenz liegt ein Bann, der das Denken in Richtung Positivismuslenkt. Positivismus meint hier: Das alle Erkenntnisse auf beobachtete Tatsachen zurückführen.Metaphysische Erörterungen führen nicht zu Erkenntnissen, das Aussagen über Sein, Nichts,Geist u.s.w. durch keine Beobachtung überprüft werden können.Um diesen Bann zu Überwinden wäre ein westliches Nirvana-Konzept nötig, das uns einfreundschaftliches Nichts erschließt.Als vor über zweitausend Jahren der Ideen – und Motivationshaushalt der Menschheit sich zurevolutionieren begann tauchten die ersten Erlösungsreligionen auf. Die Erlösungstheorien sind einbrisanter Faktor in der Bewußtseinsgeschichte. Erlösung ist ein Grundbegriff jeder höherenReligion. Die mehr mystischen Religionen wie Brahmanismus, Buddismus, Hinduismus strebennach einer Erlösung des Menschen aus seiner individuellen, körperlichen, vergänglichen, oft nurscheinhaften existenz aus eigener Kraft und nach Aufgehen in einer überpersönlichen göttlichenEinheit.Im Christentum und Islam bedeutet Erlösung die Überwindung eines von Schuld und Leidgeprägten ( sündhaften) Lebens und Erreichung eines vollkommenen Lebens in Gott.Für dieChristen ist sie nur durch das Erlösungswerk und die Nachfolge Christi möglich.Wo Erlösung möglich ist geraten die Unterschiede zwischen Leben und Tod, Sein und Nichts inswanken und eine heilige verneinung der Welt ist möglich und das ein wahrer Tod einem falschenLeben vorzuziehen. Wer mit dem Erlösungsfeuer spielt kommt in die Versuchung demWelrtgebäude den Rücken zu zu kehren oder “Sich die Welt abgewöhnen ohne sie zu verlassen.”Die buddistischen Nirwanalogen und die gnostischen Akosmologen (Gnosis:Erkenntniss,Bewegung, die die Erkenntnisse der Gesetzt und Zusammenhänge in der Welt alswesentliche Vorraussetztung für das persönliche, oft kollegtiv verstandene, Heil ansah. Danach istRettung bzw. Verwircklichung der Menschen ihr eigenes Werk.Akosmismus: Philosophische Lehre, die die selbständige Realität der Welt leugnet oder sie alsnichtig betrachtet.Die buddistischen Nirwanalogen und die gnostischen Akosmologen bringen das “in der Welt sein”und “irgendwo anders sein” wieder zusammen. Die Lehren bieten dem Menschen in der mitunerträglischer Realität überladenen Leben die doppelte Staatsbürgerschaft des Seins wie desNicht-Seins an.Die modereneren Suchtformen wie Workaholismus, mit den Derivaten in der Amüsier-und Hobbykultur zeigt ein überlastetet Subjekt. Das In der Welt sein ebenso wie das Zur Welt kommen wirddurch permanetes Sichanfüllen mit Themen, Projekten, Events usw. verdrängt.Die Aufgabe ist, die unerlöste Sehnsucht nach Erlösung zu begegnen und der verheimlichtengroßen Verneinung Wege ins Freie, Gemeinsame aufzuzeigen.Wenn unsere Kultur sich auf theoretisch und menschlich glaubhafte Weise der Inexistenzannimmt, werden die Individuen den Verlockungen der pharmazeutischen- und derDrogenindustrie widerstehen können.5. Provoziertes LebenAm Anfang war der Entzug, denn unter tausend Wurzeln, Sträucher, Bäumen, Pilzen, Blüten suchtdie Menschen die eine Planze die Steigerung und Ausweitung des Lebens also provoziertes Lebenverspricht.Ein so potentes Organ wie das Gehirn braucht als Treibstoff Alkaloide um in die dunkelnden undunbekannten Räume im tirfsten inneren dieses Organs vorzudringen . Ein so kleines verletzlichesOrgan wie das Gehirn bringt es fertig das Pyramiden gebaut werden, die Röntgenstrahlengefunden worden sind und das man zum Mars fliegen kann.Das Gehirn ist das revolutionäre Organ schlechthin. Nicht Anpassung, nicht Faul-und Reifwerdensondern immer Schöpfungskrisen, Reizbarkeit, Leiden am Bewußtsein.Arbeiten heißt Steigerungzu geistigen Formen. Sein Wesen war nie Inhalt, sondern immer Form, seine Mittel Steigerung,sein Verlangen Reize. Mit vier Worten:Leben heißt provoziertes Leben.Dieses Organ brachte von Anfang an alles mit, es war nicht auf Eindrücke angewiesen, esproduzierte sich selbst, wenn man es rief.Als Satre auf seinen hohen Aufputschmittelverbrauch und die gesundheitlichen Folgenangesprochen wurde , antwortete er so: “Das ist mir schnuppe, ich will mich umbringen, wenn ichauf diese Weise die” Sonne in mein Kopf” installieren kann.Was macht es wenn man sich den Schädel beschädigt, Nerven und Körper ruiniert, sofern mandie Oberhand behält und sich zusätzlicheKapazitäten und Energien verschafft?Ich will mich gerne zerstören und sogar ein bißchen früher sterben, aber dafür die Kritik derdialektischen Vernunft geschrieben haben.Hinter beiden Aussagen steht die Theorie der Vollauslastung und die Vorstellung für grosseVisionen muss man unter Drogen stehen.Satre sagt,”…..und ich nehme es (Das Aufputschmittel Corydran) und treibe damit Mißbrauch, weildies das Sesam-öffne-dich ist für die geistige Vollauslastung.Auch Plato sagt noch etwas dazu:”endogene Bilder sind die letzte uns gebliebene Erfahrbarkeitdes Glücks.

Quellen: Peter Sloterdijk – Weltfremdheit, Gottfried Benn – Provoziertes Leben, Bernard-HenryLevy – Satre


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SOS St.Pauli

don mudra 14:26

SOS Schaufenster DonMudraMix


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Balla Balla

don mudra 14:21

MudraUndDieLufteboms


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Pablo Picasso, Werbung und Das Leiden an der Welt

don mudra 14:12
Pablo Picasso, Werbung
und
Das Leiden an der Welt
Fiktives Gespräch
von Don Mudra 2007
Herzlich willkommen bei Amor Fati. Heute mal nicht in gewohnter Umgebung. Der
Grund ist mir nicht bekannt und ich will ihn auch nicht wissen. Ich werde mich heute
im oder am Bett mit Don Mudra unterhalten. Der liegt schon da und wartet auf seine
Medikamente.Ich habe da schon mal was vorbereitet und werde jetzt mit der
Medikamentation beginnen. Bitte absolute Ruhe.
Oh ja, vielen Dank Schwester Mudra. ( Don kifft)
Lieber Don, wir wollen nicht wissen warum Du heute im Bett liegst, sonder lieber
wissen, wo Du vor genau 10 Tagen Abends gegen 20 Uhr warst?
Ich war im Auftrag der Literatur unterwegs. Bei starkem Regen
und ziemlich nüchtern.
Was genau meint “ziemlich nüchtern”?
Na ja, ich war auf Nico Spindlers Performance im
“Kulturreich”. Der Laden ist in der Wexstraße am
Großneumarkt.Kurz bevor ich mit dem Bus dorthin fuhr, habe ich
mir mein Papprohr (Papprohr in die Kamera halten) mit
Haschisch gegeben. Gut, also raus aus meiner lieben, kleinen
Behausung, rein in den Bus, raus am Axel Springer Platz und
rein in das “Kulturreich”.
Aha, die ” Raus – Rein” Taktik.
Genau dette. Als ich das Kulturreich betrat, war mir klar,
hier wird nicht gekifft. Zu hell und nur Alkoholiker im Raum.
Als die Veranstalterin dann das Programm ansagte, erwähnte sie
noch die Möglichkeit zum Verzehr von Speisen und legalen
Drogen. Sie sagte wirklich legale Drogen. Also packte ich
meine Haschpfeife nicht aus.
Und das ging.
Klar, ich war schon gut bekifft und es sollte sich heraus
stellen, das es besser so war.
Wie meinst Du das?
Weil sich nach Nicos Programm noch eine Diskussion
entwickelte, bei der alle meine acht Sinne brauchte.
Was für ein Thema?
1
Ich erzähle mal der Reihe nach.Das Kulturreich ist eine
Galerie, Café und jeden Donnerstag gibt es im Salon ein
Programm. Mal Lesung oder Performance oder Gespräche.In den
hinteren Räumen waren noch Büroräume.Die Betreiberinnen des
Kulturreich haben dort die Firma, Kommunikation und tralllalla
Design oder so ähnlich. Ich denke das ist eine
Werbeagentur.
An den Wänden waren Fotos und Zeichnungen, sehr gut gemacht,
gefielen mir. Alle Objekte waren mit Preisschildern versehen
und man konnte T-Shirts und Buttons erwerben und in dem Mini
Bistro Speisen und Getränke. Die Räumlichkeiten waren wirklich
geschmackvoll und edel.Die meisten Gäste waren ehemalige
Kollegen mit Chef von Meister Spindler. Welche Branche willst
Du wissen? Klaro, Werbung und Internet. Mit anderen Worten,
ich war in bester Gesellschaft.
Ja und?
Nach Nicos Performance waren nur noch der Ex-Chef, die Ex-
Kollegen, die Service-Kraft und die beiden Inhaberinnen da.
Lange Rede , kurzer Sinn, es ergab sich ein Gespräch zum
Thema Werbung und Datenschutz im Internet. Meine These
lautete: Werbung ist eines der Grundübel der Gesellschaft und
ganz besonders die Tabak-und Alkoholwerbung, die ganz gezielt
Werbung macht, die Kinder und Jugendliche anspricht.Vom Frauen
verachtenden Sexismus in der Werbung sprach ich nicht mal und
meine Meinung zu Google, MySpace und Co. kennst Du ja.
Mein lieber Don, da warst Du ja genau richtig.
Und wie. Ich möchte nur drei der Gegenargumente erwähnen, die
mich auf die Palme brachten. Der Ex-Chef, wollte mir mit
vollem Ernst verklickert, das die Tabakindustrie ungeheuer
Anstrengungen unternimmt, finanziell und Ideell, um Kinder und
Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Er selber war bei solchen
Gesprächen der Tabakindustrie schon anwesend. Er meinte,
Werbung weckt Wünsche bei den Menschen, und wenn diese Wünsche
erfüllt werden, sind die Konsumenten glücklich.Ich dachte
immer Werbung weckt Wünsche, die vorher nicht da waren und
deshalb entstehen überflüssige Produkte ohne Nutzwert. Erst
die Werbung verleiht den Produkten ihre Bedeutung. Es war an
der Zeit, ein Zeichen zu setzten. Ich war bereit meine
Gesinnung offen zulegen und ich sagte in die Runde: Je länger
ich mir das Wirtschaftsleben anschauen muss, um so öfter nehme
ich das Wort “Enteignung” in den Mund. Bei diesem Wort mussten
alle erzittern und schlugen mir das nächste Pro Werbung
Argument um die Ohren.Dazwischen erklärte ich meinen Partei
Eintritt bei der Links Partei. Darauf ging Inhaberin 2 nicht
ein. Sie ist in der DDR Sozialisiert und kann so etwas nicht
ernst nehmen. Sie verneinte kategorisch den Zusammenhang
zwischen Nikotin und Sucht und meinte, wer anfängt zu rauchen,
der kann auch wieder aufhören zu rauchen. Rauchen ist keine
Sucht, schrie sie mir entgegen und schließlich sind die Eltern
Verantwortlich dafür, ob ihre Kinder süchtig werden oder
2
nicht. Die Eltern müssen ihren kleinen Rackern Werte und
Normen beibringen und alles ist gut.
Das ist harter Tobak.
Die Servicekraft war auf meiner Seite und der Ex-Chef
betrachtete mich ungläubig und mitleidig und versuchte auf die
Kumpeltour, mich milde zu stimmen. Inhaberin 2 ritt auf die
Verantwortung der Eltern herum und ich rief, das die
Werbeindustrie genauso Verbrecher sind, wie die Energie-und
Erdölindustrie, die Telekommunikation die Waffenindustrie und
die Banken. Von nun an betrachteten die Pro – Werbung
-menschen mich wie einen armen irren.
Das glaube ich. Wenn ich Werbung definiere, als “Versuch der zwang freien
Meinungsbeeinflussung durch besondere Kommunikationsmittel”, dann hast Du aber
Recht.
Was für einen Nutzen hat Werbung, die früher noch Reklame
hieß, für den Menschen? Ich sage es Dir: Keinen Nutzen! Von
Produktinformation kann man nicht reden bei Werbung. Werbung
ist alltäglich, Werbung ist überall, Werbung ist
selbstverständlich! So sieht es aus, aber ist das richtig?
Das sehe ich allerdings auch so. Ich brauche nur aus dem Haus zu gehen und schon
geht das Werben los. An der Litfaßsäule, an der Plakatwand, an den Bussen und
Lkws, an den “Stadtmöbeln”, an den Bushaltestellen usw.. Ich finde es auch
unmöglich, wenn ich mir eine Kinokarte kaufe,das ich mir 20-30 Minuten Werbung
ansehen muss.Die Kinokarte ist doch schon bezahlt.
Da siehst Du, das Werbung überall ist und als völlig
selbstverständlich hingenommen wird. Ich sage Dir folgendes:
In unserer Gesellschaft gibt es keine Bürger mehr sondern nur
noch Konsumenten. Selbst der Empfang der deutschen Botschaft
in Rom zum Tag der Deutschen Einheit wurde mit einem Dank an
eine Autofirma eröffnet, deren Produkte den Eingang
schmückten. Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen oder?
Nein, da bin ich anderer Meinung. Bei Dir ist Kritik an der Werbung gleich
Kapitalismuskritik. Die Realität ist aber, das wir einkaufen müssen und das Werbung
den grundrechtlichen Schutz der Meinungsäußerung und der Berufsausübung
genießt.
Hört, hört, der Realist hat gesprochen. Dann weißt Du auch, wo
Rechte sind, da sind die Pflichten nicht weit.Ich zitiere den
Deutschen Werberat, der sich zur Pflicht gemacht hat, das…
“Darstellungen und Aussagen in der Werbung dürfen nicht die
Menschenwürde und das allgemeine Anstandsgefühl verletzen und
bestimmte Personen oder Personengruppen nicht herabwürdigen
oder verächtlich machen. Zur Beachtung dieser Grundsätze zählt
insbesondere auch, dass bei der Darstellung von Personen in
der Werbung sexuell aufreizende Abbildungen oder Texte
unterlassen werden.” Und bist Du der Meinung, das die Werbung
frei von sexuell aufreizenden Darstellungen ist.
3
Nee.
Na siehst Du, “Sex sells” am besten. Zur Zeit super sexy, die
C&A Werbung für Dessous an Bushaltestellen und Plakatwänden
und neu dazu gekommen, die H&M Werbung auch für Unterwäsche.
Und diese Werbung ist noch geiler. Das Supermodell in Sexy
Dessous, von oben fotografiert, fleht den Betrachter förmlich
an: Los, nimm mich, mach was Du willst mit mir, ich bin nur
eine Frau. Oder die obergeile Werbung von “Palmer”. Ich
wissen wie das geht. Eine raffinierte Verbindung von Sex und
Sexismus und Ästhetik und Erotik. Mit dieser Betont Erotischen
Werbung, hat “Palmers” einen riesigen Bekanntheitsgrad
beschert. 24 Millionen Zugriffe monatlich hat die Homepage von
“Palmers”. Mich ärgert diese Werbung ungemein. Wie
frauenfeindlich und sexistisch und diskriminierend das ist.
Ich finde die Werbung gut. Klasse Frauen in Dessous und Du bist keine Frau, also
reg Dich ab.
Hör mal gut zu: Für mich ist Frauenfeindlichkeit das gleiche
oder selbe wie Ausländerfeindlichkeit oder Männerfeindlich.
Die Calvin Kleins und wie die tollen Unterhosenmacher alle
heißen, machen sexistische Werbung mit Männern. Oder noch
extremer, die Penner von Dolce&Gabbana, in der nicht nur die
Frau als Sex – Objekt dargestellt wird, nein, auch die Männer
werden als eine Bande brutaler, geiler Machos dargestellt.
Hier das Foto der Werbung. Das alles sieht Hans und Franz -
entschuldige bitte Hanns – und rennt in die Muckibude, weil er
auch so einen Waschbrettbauch will und übt vor dem heimischen
Spiegel den super coolen Gesichtsausdruck. Beobachte mal 15 -
18 Jährige Jungs und achte mal darauf, wie cool die Jungs
gucken können. Das macht mich so an, das ich lachen muss und
wo kommen wohl die vielen Magersüchtigen Mädchen, Frauen und
mittlerweile auch Jungs und Männer her?
Du übertreibst!
Ok, Du willst es nicht anders: Hier einige Fakten: Der
Internationale Suchtstoffkontrollrat (INCB) der Vereinten
Nationen hat in seinem Jahresbericht 2006 festgestellt, das
der weltweite Missbrauch von rezeptpflichtigen Medikamenten
auf dem besten Weg ist, den Missbrauch von illegalen Drogen zu
übertreffen. In den USA übertrifft der Missbrauch von
verschreibungspflichtigen Medikamenten schon den von illegalen
Drogen. Mit Ausnahme von Cannabis. Und besonders warnt das UN
- Gremium vor den Schlankheitspillen, die in vielen Ländern
ohne Probleme zubekommen sind. Auf die Liste der zu
verstaatlichen Industrien, muss zu den vorhin schon erwähnten
Verbrecherindustrien, unbedingt auch die Pharmaindustrie.
Also, Freiheit oder Sozialismus. Werbung ist nur in einer freiheitlichen Gesellschaft
möglich.
Das hört sich nach dem CDU Parteitag an. Wir sind die Mitte
und demokratischer Sozialismus “..führt in den
4
Totalitarismus”, sagt Frau Merkel. Vor einigen Jahren sagte
das auch Gerhard Schröder, das mit der Mitte. Was bedeutet
eigentlich: “Wir sind die Mitte”.? Ich sage es Dir: Wenn ich
in der Mitte bin, geht es nicht mehr weiter. Ich kann nur
wieder zurück an den Rand. Wirtschaftlich betrachtet, sind an
den Rändern die Randgruppen. Wenn ich die Mitte bin, will ich
mit den Rändern nichts zu tun haben. Das bedeutet Mainstream
und Popularität und das ist gleich Mittelmäßigkeit. Die
Mehrheit der Gesellschaft steht in der Mitte und sieht nicht
oder will nicht den Rand sehen. Und genau das sind die
Politiker und die Politik der letzten 3 Jahrzehnte und die
Gesellschaft hat sich auch dahin entwickelt.
Gut, wie kriegen wir jetzt elegant die Kurve zur Kunst?
Na ja, der Ausgangspunkt ist das “Kulturreich”gewesen, wo
Kunst und Werbung zuhause sind. Das finde ich nicht schlimm
und es liegt mir fern, das “Kulturreich” zu kritisieren. Ich
empfehle ausdrücklich diesen Laden. Lecker Essen, nette
Inhaberinnen und Servicekraft und interessante Kunst an den
Wänden. Das wollte ich nochmal ausdrücklich betonen. Ich
kritisiere das zunehmende Kultursponsoring bei jeder Art von
Veranstaltung und sehe das mit Besorgnis, wenn ich das mal so
elegant formulieren darf. Kein Ausstellungskatalog ohne
Firmenlogo, kein Gastspiel ohne Hinweis auf den Hauptsponsor
und sogar die Politik begibt sich in die Niederungen des
Sponsorings. Beispiel die Deutsche Botschaft in Rom.
Wenn die Kulturausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden seit Jahren
stagnieren, ist das kein Wunder.
Die Ausgaben stagnieren, bzw. sie sinken eigentlich, weil
alles teurer wird. Aber 8 Milliarden Euro Ausgaben für die
Kultur ist schon ordentlich. Kunst und Geld ist schon ein
befremdlicher Zusammenhang. Willst Du wissen, was Picasso mal
gesagt hat?
Nein.
Er sagte 1935 folgendes:” Museen sind nichts weiter als ein
Haufen Lügen, und die Leute, die aus der Kunst ein Geschäft
machen, sind meistens Betrüger”.
Da war Picasso aber schon ein reicher Mann!
1937 hat Picasso für den spanischen Pavillon der
Weltausstellung das Bild “Guernica” gemalt. Die Baskische
Stadt Guernica wurde am 26. 4. 1937 im spanischen Bürgerkrieg
von der Legion Condor zerstört. Die Legion Condor bestand aus
Verbänden der deutschen Wehrmacht, die im spanischen
Bürgerkrieg an der Seite Francos kämpften. Aus dem gleichen
Jahr ist auch folgenden Ausspruch von Picasso, den ich aus dem
Zusammenhang gerissen habe:”…nein, Malerei ist nicht dazu
da, um Apartments zu schmücken. Sie ist eine Waffe zum Angriff
und Verteidigung gegen den Feind”.
5
Na gut, wie hält es denn der brave Künstler mit dem Geld?
Es gibt keine objektiven Maßstäbe für Kunst. Punkt. Wer Kunst
nach materiellen Aspekten bewertet, ist meist ein Betrüger,
wie Picasso sagt. Kunst kommt nicht von Kaufen, Kunst kommt
auch nicht von Können oder von Künden. Für mich ist Kunst
folgendes: “Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität
einen Künstler ausmacht, folgt: Nur wer Künstler ist ist
Mensch….Jeder Mensch ist ein Künstler.” Das hat Joseph Beuys
gesagt und ich sage es auch so. Und alles andere ist keine
Kunst sondern Lüge! Kunstmessen, Kunstausstellungen, Museen,
Kunstversteigerungen, Theater, Film, Literatur usw. ist alles
Lüge. Ich benutze die Worte Lüge und Betrüger, im Geist von
Picasso. Philosophisch.
Hör auf damit. Alles Lüge, was heißt das?
Ausgehend von der These:” Kunst ist die schöpferische
Tätigkeit der Natur im Menschen. Sie entspringt einem
Grundtrieb des Menschen und ist seit Urzeiten eines der
wichtigsten Ausdrucksmittel”, nach der Aussage von Beuys,
dient Kunst einzig nur dem Künstler selber. Das künstlerische
Tun ist Befriedigung genug für den Künstler und jede andere
Anerkennung der Kunst durch Menschen mittels Beachtung,
Bewunderung und Bezahlung ist keine Kunst. Basta!
Das heißt, Kunst ist nicht käuflich.
Genau. Ich bin mir nicht sicher, ob manche große Meisterwerke,
inhaltlich die Überzeugung des Künstlers spiegeln oder
vielleicht doch nur dem Geschmack des Auftraggebers. Aber der
weitaus wichtigere Punkt ist: Kunst und Geschäft ist
unmoralisch. Die Käufer von Kunst sind Betrüger und Lügner, im
philosophischen Sinne und damit meine ich Kunstsammler,
Galeristen, Museen, Spekulanten, Kunstbeauftragte,
Kunsthochschulen, Kunstlehrer, Kunststudenten usw..
Kunst ist das also Tun und sonst nüschte.
Ja genau, Kunst als Selbstzweck und nicht als eine Ware, die
Beglaubigungsschreiben, Zeugnisse, Bewertungen, Testate
braucht. Erklärungen, Beschreibungen, Einordnungen und
Kritiken braucht die Kunst genauso wenig.
Das ist Radikal.
Ach was, halb so schlimm. Wenn ich jemanden kennenlerne und
nach dem Beruf frage und der oder diejenige sagt dann: “Ich
mache Kunst!” Dann frage ich:”Und wer macht´s wieder weg?”
Sehr lustig aber lassen wir das, das führt nur wieder zu Streitereien.
6
Na und. Streiten macht doch Spaß und wenn Du machst was Ich
will, haben wir keine Probleme.
Ha, ha, ha. So hättest Du das gerne. Aber jetzt möchte ich doch wissen, warum Du
im Bett liegst?
Das ist so eine Art Krise, die mich antriebslos und
nachdenklich macht.
Aber hoffentlich kein “Leiden an der Welt und überhaupt”.
Doch, doch, doch. Mit den Wörtern “Leiden an der Welt” ist es
schon treffend beschrieben. Meine einzige Infoquelle zur Welt
ist das Radio. Kein TV, keine Zeitung und Illustrierte..
Na, na, na. Du bist doch dreimal die Woche im UKE zur Zahnbehandlung und liest
beim Warten die Brigitte.
Ja, das stimmt. Aber ich warte nie lange und kann kaum was
lesen vor lauter Bildern. Hier übrigens meine neue Brücke über
vier Zähne mit Gruppenführung, von Frau Yavari gemacht.
Gefällt mir sehr gut und ich kann wieder kraftvoll zubeißen.
Schön, schön. Aber bitte weiter mit deinem “Leiden an der Welt”.
Jo, mach ich. Also, wie sage ich es am besten.
Mit deinen Worten.
Ok, aber vorher noch ein Rätsel. Was ist das: “Alle verwunden
und die letzte tötet?”
Ich weiß es! Jemand von Euch? Nein. Ich sage es: Die Stunden!
Zurück zum “Leiden an der Welt”. Wie kann ich mich als Mensch
anständig verhalten, gegenüber den großen Themen der Welt, die
mir das Radio um die Ohren haut? Ich zähle mal auf:
Klimaschutz, Datenschutz, Akustische Wohnraumüberwachung,
Lauschangriff, Überwachungsstaat, Irak, Afghanistan,
Selbstmord – Attentäter, Streumunition, Postmindestlohn,
Rekordgewinne, Rekordverkäufe, Rekordversteigerungen,
Rekordsparguthaben, Massenentlassungen, Erdölpreise,
Inflation, Kosovo, Lotto Jackpot, Strompreise, Atomkraftwerke,
Raketenabwehrsystem, Bundesbahnstreik, Privatisierung,
Globalisierung, Nah – Ost – Konflikt, Gazastreifen, Ramallah,
Palästina, Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren,
Rauchverbot, Konsumzurückhaltung, Aktienkurse, DAX,
Kursfeuerwerk, Zinsphantasie, Gewinnwarnung, US – Hypotheken,
Babyleichen in Ost und West………….
Okay, ich glaube das reicht. Wie also kommst Du mit dem Leiden an der Welt klar?
Jetzt Pass gut auf, ich sage das nur einmal.Das einzige Mittel
das Leben zu ertragen ist: Es schön zu finden! 07.12.2007
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Pablo Picasso, WerbungundDas Leiden an der WeltFiktives Gesprächvon Don Mudra 2007Herzlich willkommen bei Amor Fati. Heute mal nicht in gewohnter Umgebung. DerGrund ist mir nicht bekannt und ich will ihn auch nicht wissen. Ich werde mich heuteim oder am Bett mit Don Mudra unterhalten. Der liegt schon da und wartet auf seineMedikamente.Ich habe da schon mal was vorbereitet und werde jetzt mit derMedikamentation beginnen. Bitte absolute Ruhe.Oh ja, vielen Dank Schwester Mudra. ( Don kifft)Lieber Don, wir wollen nicht wissen warum Du heute im Bett liegst, sonder lieberwissen, wo Du vor genau 10 Tagen Abends gegen 20 Uhr warst?Ich war im Auftrag der Literatur unterwegs. Bei starkem Regenund ziemlich nüchtern.Was genau meint “ziemlich nüchtern”?Na ja, ich war auf Nico Spindlers Performance im”Kulturreich”. Der Laden ist in der Wexstraße amGroßneumarkt.Kurz bevor ich mit dem Bus dorthin fuhr, habe ichmir mein Papprohr (Papprohr in die Kamera halten) mitHaschisch gegeben. Gut, also raus aus meiner lieben, kleinenBehausung, rein in den Bus, raus am Axel Springer Platz undrein in das “Kulturreich”.Aha, die ” Raus – Rein” Taktik.Genau dette. Als ich das Kulturreich betrat, war mir klar,hier wird nicht gekifft. Zu hell und nur Alkoholiker im Raum.Als die Veranstalterin dann das Programm ansagte, erwähnte sienoch die Möglichkeit zum Verzehr von Speisen und legalenDrogen. Sie sagte wirklich legale Drogen. Also packte ichmeine Haschpfeife nicht aus.Und das ging.Klar, ich war schon gut bekifft und es sollte sich herausstellen, das es besser so war.Wie meinst Du das?Weil sich nach Nicos Programm noch eine Diskussionentwickelte, bei der alle meine acht Sinne brauchte.Was für ein Thema?1Ich erzähle mal der Reihe nach.Das Kulturreich ist eineGalerie, Café und jeden Donnerstag gibt es im Salon einProgramm. Mal Lesung oder Performance oder Gespräche.In denhinteren Räumen waren noch Büroräume.Die Betreiberinnen desKulturreich haben dort die Firma, Kommunikation und tralllallaDesign oder so ähnlich. Ich denke das ist eineWerbeagentur.An den Wänden waren Fotos und Zeichnungen, sehr gut gemacht,gefielen mir. Alle Objekte waren mit Preisschildern versehenund man konnte T-Shirts und Buttons erwerben und in dem MiniBistro Speisen und Getränke. Die Räumlichkeiten waren wirklichgeschmackvoll und edel.Die meisten Gäste waren ehemaligeKollegen mit Chef von Meister Spindler. Welche Branche willstDu wissen? Klaro, Werbung und Internet. Mit anderen Worten,ich war in bester Gesellschaft.Ja und?Nach Nicos Performance waren nur noch der Ex-Chef, die Ex-Kollegen, die Service-Kraft und die beiden Inhaberinnen da.Lange Rede , kurzer Sinn, es ergab sich ein Gespräch zumThema Werbung und Datenschutz im Internet. Meine Theselautete: Werbung ist eines der Grundübel der Gesellschaft undganz besonders die Tabak-und Alkoholwerbung, die ganz gezieltWerbung macht, die Kinder und Jugendliche anspricht.Vom Frauenverachtenden Sexismus in der Werbung sprach ich nicht mal undmeine Meinung zu Google, MySpace und Co. kennst Du ja.Mein lieber Don, da warst Du ja genau richtig.Und wie. Ich möchte nur drei der Gegenargumente erwähnen, diemich auf die Palme brachten. Der Ex-Chef, wollte mir mitvollem Ernst verklickert, das die Tabakindustrie ungeheuerAnstrengungen unternimmt, finanziell und Ideell, um Kinder undJugendliche vom Rauchen abzuhalten. Er selber war bei solchenGesprächen der Tabakindustrie schon anwesend. Er meinte,Werbung weckt Wünsche bei den Menschen, und wenn diese Wünscheerfüllt werden, sind die Konsumenten glücklich.Ich dachteimmer Werbung weckt Wünsche, die vorher nicht da waren unddeshalb entstehen überflüssige Produkte ohne Nutzwert. Erstdie Werbung verleiht den Produkten ihre Bedeutung. Es war ander Zeit, ein Zeichen zu setzten. Ich war bereit meineGesinnung offen zulegen und ich sagte in die Runde: Je längerich mir das Wirtschaftsleben anschauen muss, um so öfter nehmeich das Wort “Enteignung” in den Mund. Bei diesem Wort musstenalle erzittern und schlugen mir das nächste Pro WerbungArgument um die Ohren.Dazwischen erklärte ich meinen ParteiEintritt bei der Links Partei. Darauf ging Inhaberin 2 nichtein. Sie ist in der DDR Sozialisiert und kann so etwas nichternst nehmen. Sie verneinte kategorisch den Zusammenhangzwischen Nikotin und Sucht und meinte, wer anfängt zu rauchen,der kann auch wieder aufhören zu rauchen. Rauchen ist keineSucht, schrie sie mir entgegen und schließlich sind die ElternVerantwortlich dafür, ob ihre Kinder süchtig werden oder2nicht. Die Eltern müssen ihren kleinen Rackern Werte undNormen beibringen und alles ist gut.Das ist harter Tobak.Die Servicekraft war auf meiner Seite und der Ex-Chefbetrachtete mich ungläubig und mitleidig und versuchte auf dieKumpeltour, mich milde zu stimmen. Inhaberin 2 ritt auf dieVerantwortung der Eltern herum und ich rief, das dieWerbeindustrie genauso Verbrecher sind, wie die Energie-undErdölindustrie, die Telekommunikation die Waffenindustrie unddie Banken. Von nun an betrachteten die Pro – Werbung-menschen mich wie einen armen irren.Das glaube ich. Wenn ich Werbung definiere, als “Versuch der zwang freienMeinungsbeeinflussung durch besondere Kommunikationsmittel”, dann hast Du aberRecht.Was für einen Nutzen hat Werbung, die früher noch Reklamehieß, für den Menschen? Ich sage es Dir: Keinen Nutzen! VonProduktinformation kann man nicht reden bei Werbung. Werbungist alltäglich, Werbung ist überall, Werbung istselbstverständlich! So sieht es aus, aber ist das richtig?Das sehe ich allerdings auch so. Ich brauche nur aus dem Haus zu gehen und schongeht das Werben los. An der Litfaßsäule, an der Plakatwand, an den Bussen undLkws, an den “Stadtmöbeln”, an den Bushaltestellen usw.. Ich finde es auchunmöglich, wenn ich mir eine Kinokarte kaufe,das ich mir 20-30 Minuten Werbungansehen muss.Die Kinokarte ist doch schon bezahlt.Da siehst Du, das Werbung überall ist und als völligselbstverständlich hingenommen wird. Ich sage Dir folgendes:In unserer Gesellschaft gibt es keine Bürger mehr sondern nurnoch Konsumenten. Selbst der Empfang der deutschen Botschaftin Rom zum Tag der Deutschen Einheit wurde mit einem Dank aneine Autofirma eröffnet, deren Produkte den Eingangschmückten. Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen oder?Nein, da bin ich anderer Meinung. Bei Dir ist Kritik an der Werbung gleichKapitalismuskritik. Die Realität ist aber, das wir einkaufen müssen und das Werbungden grundrechtlichen Schutz der Meinungsäußerung und der Berufsausübunggenießt.Hört, hört, der Realist hat gesprochen. Dann weißt Du auch, woRechte sind, da sind die Pflichten nicht weit.Ich zitiere denDeutschen Werberat, der sich zur Pflicht gemacht hat, das…”Darstellungen und Aussagen in der Werbung dürfen nicht dieMenschenwürde und das allgemeine Anstandsgefühl verletzen undbestimmte Personen oder Personengruppen nicht herabwürdigenoder verächtlich machen. Zur Beachtung dieser Grundsätze zähltinsbesondere auch, dass bei der Darstellung von Personen inder Werbung sexuell aufreizende Abbildungen oder Texteunterlassen werden.” Und bist Du der Meinung, das die Werbungfrei von sexuell aufreizenden Darstellungen ist.3Nee.Na siehst Du, “Sex sells” am besten. Zur Zeit super sexy, dieC&A Werbung für Dessous an Bushaltestellen und Plakatwändenund neu dazu gekommen, die H&M Werbung auch für Unterwäsche.Und diese Werbung ist noch geiler. Das Supermodell in SexyDessous, von oben fotografiert, fleht den Betrachter förmlichan: Los, nimm mich, mach was Du willst mit mir, ich bin nureine Frau. Oder die obergeile Werbung von “Palmer”. Ichwissen wie das geht. Eine raffinierte Verbindung von Sex undSexismus und Ästhetik und Erotik. Mit dieser Betont ErotischenWerbung, hat “Palmers” einen riesigen Bekanntheitsgradbeschert. 24 Millionen Zugriffe monatlich hat die Homepage von”Palmers”. Mich ärgert diese Werbung ungemein. Wiefrauenfeindlich und sexistisch und diskriminierend das ist.Ich finde die Werbung gut. Klasse Frauen in Dessous und Du bist keine Frau, alsoreg Dich ab.Hör mal gut zu: Für mich ist Frauenfeindlichkeit das gleicheoder selbe wie Ausländerfeindlichkeit oder Männerfeindlich.Die Calvin Kleins und wie die tollen Unterhosenmacher alleheißen, machen sexistische Werbung mit Männern. Oder nochextremer, die Penner von Dolce&Gabbana, in der nicht nur dieFrau als Sex – Objekt dargestellt wird, nein, auch die Männerwerden als eine Bande brutaler, geiler Machos dargestellt.Hier das Foto der Werbung. Das alles sieht Hans und Franz -entschuldige bitte Hanns – und rennt in die Muckibude, weil erauch so einen Waschbrettbauch will und übt vor dem heimischenSpiegel den super coolen Gesichtsausdruck. Beobachte mal 15 -18 Jährige Jungs und achte mal darauf, wie cool die Jungsgucken können. Das macht mich so an, das ich lachen muss undwo kommen wohl die vielen Magersüchtigen Mädchen, Frauen undmittlerweile auch Jungs und Männer her?Du übertreibst!Ok, Du willst es nicht anders: Hier einige Fakten: DerInternationale Suchtstoffkontrollrat (INCB) der VereintenNationen hat in seinem Jahresbericht 2006 festgestellt, dasder weltweite Missbrauch von rezeptpflichtigen Medikamentenauf dem besten Weg ist, den Missbrauch von illegalen Drogen zuübertreffen. In den USA übertrifft der Missbrauch vonverschreibungspflichtigen Medikamenten schon den von illegalenDrogen. Mit Ausnahme von Cannabis. Und besonders warnt das UN- Gremium vor den Schlankheitspillen, die in vielen Ländernohne Probleme zubekommen sind. Auf die Liste der zuverstaatlichen Industrien, muss zu den vorhin schon erwähntenVerbrecherindustrien, unbedingt auch die Pharmaindustrie.Also, Freiheit oder Sozialismus. Werbung ist nur in einer freiheitlichen Gesellschaftmöglich.Das hört sich nach dem CDU Parteitag an. Wir sind die Mitteund demokratischer Sozialismus “..führt in den4Totalitarismus”, sagt Frau Merkel. Vor einigen Jahren sagtedas auch Gerhard Schröder, das mit der Mitte. Was bedeuteteigentlich: “Wir sind die Mitte”.? Ich sage es Dir: Wenn ichin der Mitte bin, geht es nicht mehr weiter. Ich kann nurwieder zurück an den Rand. Wirtschaftlich betrachtet, sind anden Rändern die Randgruppen. Wenn ich die Mitte bin, will ichmit den Rändern nichts zu tun haben. Das bedeutet Mainstreamund Popularität und das ist gleich Mittelmäßigkeit. DieMehrheit der Gesellschaft steht in der Mitte und sieht nichtoder will nicht den Rand sehen. Und genau das sind diePolitiker und die Politik der letzten 3 Jahrzehnte und dieGesellschaft hat sich auch dahin entwickelt.Gut, wie kriegen wir jetzt elegant die Kurve zur Kunst?Na ja, der Ausgangspunkt ist das “Kulturreich”gewesen, woKunst und Werbung zuhause sind. Das finde ich nicht schlimmund es liegt mir fern, das “Kulturreich” zu kritisieren. Ichempfehle ausdrücklich diesen Laden. Lecker Essen, netteInhaberinnen und Servicekraft und interessante Kunst an denWänden. Das wollte ich nochmal ausdrücklich betonen. Ichkritisiere das zunehmende Kultursponsoring bei jeder Art vonVeranstaltung und sehe das mit Besorgnis, wenn ich das mal soelegant formulieren darf. Kein Ausstellungskatalog ohneFirmenlogo, kein Gastspiel ohne Hinweis auf den Hauptsponsorund sogar die Politik begibt sich in die Niederungen desSponsorings. Beispiel die Deutsche Botschaft in Rom.Wenn die Kulturausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden seit Jahrenstagnieren, ist das kein Wunder.Die Ausgaben stagnieren, bzw. sie sinken eigentlich, weilalles teurer wird. Aber 8 Milliarden Euro Ausgaben für dieKultur ist schon ordentlich. Kunst und Geld ist schon einbefremdlicher Zusammenhang. Willst Du wissen, was Picasso malgesagt hat?Nein.Er sagte 1935 folgendes:” Museen sind nichts weiter als einHaufen Lügen, und die Leute, die aus der Kunst ein Geschäftmachen, sind meistens Betrüger”.Da war Picasso aber schon ein reicher Mann!1937 hat Picasso für den spanischen Pavillon derWeltausstellung das Bild “Guernica” gemalt. Die BaskischeStadt Guernica wurde am 26. 4. 1937 im spanischen Bürgerkriegvon der Legion Condor zerstört. Die Legion Condor bestand ausVerbänden der deutschen Wehrmacht, die im spanischenBürgerkrieg an der Seite Francos kämpften. Aus dem gleichenJahr ist auch folgenden Ausspruch von Picasso, den ich aus demZusammenhang gerissen habe:”…nein, Malerei ist nicht dazuda, um Apartments zu schmücken. Sie ist eine Waffe zum Angriffund Verteidigung gegen den Feind”.5Na gut, wie hält es denn der brave Künstler mit dem Geld?Es gibt keine objektiven Maßstäbe für Kunst. Punkt. Wer Kunstnach materiellen Aspekten bewertet, ist meist ein Betrüger,wie Picasso sagt. Kunst kommt nicht von Kaufen, Kunst kommtauch nicht von Können oder von Künden. Für mich ist Kunstfolgendes: “Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativitäteinen Künstler ausmacht, folgt: Nur wer Künstler ist istMensch….Jeder Mensch ist ein Künstler.” Das hat Joseph Beuysgesagt und ich sage es auch so. Und alles andere ist keineKunst sondern Lüge! Kunstmessen, Kunstausstellungen, Museen,Kunstversteigerungen, Theater, Film, Literatur usw. ist allesLüge. Ich benutze die Worte Lüge und Betrüger, im Geist vonPicasso. Philosophisch.Hör auf damit. Alles Lüge, was heißt das?Ausgehend von der These:” Kunst ist die schöpferischeTätigkeit der Natur im Menschen. Sie entspringt einemGrundtrieb des Menschen und ist seit Urzeiten eines derwichtigsten Ausdrucksmittel”, nach der Aussage von Beuys,dient Kunst einzig nur dem Künstler selber. Das künstlerischeTun ist Befriedigung genug für den Künstler und jede andereAnerkennung der Kunst durch Menschen mittels Beachtung,Bewunderung und Bezahlung ist keine Kunst. Basta!Das heißt, Kunst ist nicht käuflich.Genau. Ich bin mir nicht sicher, ob manche große Meisterwerke,inhaltlich die Überzeugung des Künstlers spiegeln odervielleicht doch nur dem Geschmack des Auftraggebers. Aber derweitaus wichtigere Punkt ist: Kunst und Geschäft istunmoralisch. Die Käufer von Kunst sind Betrüger und Lügner, imphilosophischen Sinne und damit meine ich Kunstsammler,Galeristen, Museen, Spekulanten, Kunstbeauftragte,Kunsthochschulen, Kunstlehrer, Kunststudenten usw..Kunst ist das also Tun und sonst nüschte.Ja genau, Kunst als Selbstzweck und nicht als eine Ware, dieBeglaubigungsschreiben, Zeugnisse, Bewertungen, Testatebraucht. Erklärungen, Beschreibungen, Einordnungen undKritiken braucht die Kunst genauso wenig.Das ist Radikal.Ach was, halb so schlimm. Wenn ich jemanden kennenlerne undnach dem Beruf frage und der oder diejenige sagt dann: “Ichmache Kunst!” Dann frage ich:”Und wer macht´s wieder weg?”Sehr lustig aber lassen wir das, das führt nur wieder zu Streitereien.6Na und. Streiten macht doch Spaß und wenn Du machst was Ichwill, haben wir keine Probleme.Ha, ha, ha. So hättest Du das gerne. Aber jetzt möchte ich doch wissen, warum Duim Bett liegst?Das ist so eine Art Krise, die mich antriebslos undnachdenklich macht.Aber hoffentlich kein “Leiden an der Welt und überhaupt”.Doch, doch, doch. Mit den Wörtern “Leiden an der Welt” ist esschon treffend beschrieben. Meine einzige Infoquelle zur Weltist das Radio. Kein TV, keine Zeitung und Illustrierte..Na, na, na. Du bist doch dreimal die Woche im UKE zur Zahnbehandlung und liestbeim Warten die Brigitte.Ja, das stimmt. Aber ich warte nie lange und kann kaum waslesen vor lauter Bildern. Hier übrigens meine neue Brücke übervier Zähne mit Gruppenführung, von Frau Yavari gemacht.Gefällt mir sehr gut und ich kann wieder kraftvoll zubeißen.Schön, schön. Aber bitte weiter mit deinem “Leiden an der Welt”.Jo, mach ich. Also, wie sage ich es am besten.Mit deinen Worten.Ok, aber vorher noch ein Rätsel. Was ist das: “Alle verwundenund die letzte tötet?”Ich weiß es! Jemand von Euch? Nein. Ich sage es: Die Stunden!Zurück zum “Leiden an der Welt”. Wie kann ich mich als Menschanständig verhalten, gegenüber den großen Themen der Welt, diemir das Radio um die Ohren haut? Ich zähle mal auf:Klimaschutz, Datenschutz, Akustische Wohnraumüberwachung,Lauschangriff, Überwachungsstaat, Irak, Afghanistan,Selbstmord – Attentäter, Streumunition, Postmindestlohn,Rekordgewinne, Rekordverkäufe, Rekordversteigerungen,Rekordsparguthaben, Massenentlassungen, Erdölpreise,Inflation, Kosovo, Lotto Jackpot, Strompreise, Atomkraftwerke,Raketenabwehrsystem, Bundesbahnstreik, Privatisierung,Globalisierung, Nah – Ost – Konflikt, Gazastreifen, Ramallah,Palästina, Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren,Rauchverbot, Konsumzurückhaltung, Aktienkurse, DAX,Kursfeuerwerk, Zinsphantasie, Gewinnwarnung, US – Hypotheken,Babyleichen in Ost und West………….Okay, ich glaube das reicht. Wie also kommst Du mit dem Leiden an der Welt klar?Jetzt Pass gut auf, ich sage das nur einmal.Das einzige Mitteldas Leben zu ertragen ist: Es schön zu finden! 07.12.20077


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Schluss mit dem Geschwätz! Die christliche Predigt/Religion als Seelenwellness

don mudra 14:08
Schluss mit dem Geschwätz!
Die christliche Predigt/Religion als Seelenwellness
Essay von Don Mudra
4/2008
§166 StGB (1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§11
Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses
andere in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen
Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder
mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von
Schriften (§11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere
Religionsgesellschaften oder Weltanschauungsvereinigungen, ihre
Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet
ist, den öffentlichen Frieden zu stören.
Hallo und herzlich willkommen bei Amor Fati am Sonntag. Heute mal
wieder mein Lieblingsthema: Die Religion oder genauer gesagt die
christliche Predigt. Unter www.predigten.de, kann man sich Predigten
zu allen Festtagen und Themen anschauen. Ich verfolge hin und wieder
die Gottesdienste im Deutschland Radio, die dort jeden Sonn- und
Feiertag um 10 Uhr morgens live übertragen werden. Immer im Wechsel,
zwischen Katholischen-und Evangelischen Gottesdienst. Das ist schon
oft harter Stoff der aus dem Radio ertönt und besonders an den
Festtagen, wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Die sogenannten
“Drei-Tages-Christen”, das sind die Christen, die zu Ostern, Pfingsten
und Weihnachten in die Kirchen gehen, bekommen dann besonders profane
(lat.["nicht geheiligt],weltlich Ggs. Sakral) und belanglose
Predigten zu hören.
An diesen Festtagen sind die Kirchen so voll mit Christen, das die
Kirchenbänke nicht ausreichen und Klappstühle gebraucht werden. Da
freut sich jeder Pfarrer über die volle Kirche und spricht milde zu
dem Publikum, wie zu verloren Töchtern und Söhnen. Der Pfarrer möchte
sein seltenes Publikum nicht verprellen und beginnt seine Predigt am
Heiligen Abend folgendermaßen: “Wie geht es Ihnen jetzt? Sind sie auch
so erschöpft?” oder die Variante:”Ich habe ein Schaf mitgebracht. Ein
Schaf von den Hirten auf dem Feld.”, oder auch schon gehört:”In der
letzten Ausgabe der Kirchenzeitung habe ich etwas gelesen, was mich
auf Anhieb angesprochen hat.”
Diese wohlfühl Sätze wurden am 24. Dezember 2006 irgendwo zwischen
Flensburg und Karlsruhe gepredigt. Dabei unterscheiden sich
Katholische und Evangelische Predigten inhaltlich nicht und regional
auch nicht. Im Osten werden Bibelschafe mit Versuchskaninchen
verglichen, im Süden wird die Taxierung Judäas (in der Antike, der
amtliche Name für den südlich. Teils Palästina) in einem Atemzug mit
der Mehrwertsteuererhöhung genannt, im Westen wird die
Weihnachtsfreude als eine Art Börsengewinn betrachtet und gemutmaßt,
1
das Maria und Josef am Heiligen Abend “auch sehr im Stress waren” und
im Norden wird seitenlang aus der Kirchenzeitung zitiert und über
Fernsehpastor Fliege philosophiert.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Pastor Senz aus Oberdorla
aufmerksam machen. Er hat seiner unaufmerksamen, plappernden Gemeinde
während des Weihnachtsgottesdienstes erklärt, er lasse sich diese
Mischung aus Oktoberfest und Bauernhochzeit nicht mehr bieten. Klappte
das Buch zu und verließ die Kirche – ohne Vaterunser, ohne Segen.
Die meisten seiner Kollegen und Kolleginnen, haben dazu keinen Mut und
schütteln, wenn der Gottesdienst vorbei ist, an der Kirchentür jedem
einzelnen die Hand. 500 mal “Danke!”, “Gesegnetes Fest!”, “Auf
Wiedersehen!” und 450 mal , das er diese “Gläubigen” erst in einem
Jahr wieder sieht.
Warum ist das so? Liegt es an den Predigten oder muss der Begriff
“Religion” neu definiert werden? Es gibt ja augenscheinlich zwei
Gruppen von “religiösen Christen”: Religion ist bei der einen Gruppe
von Christen, die Einhaltung des Festkalenders. Das sind diese “Drei-
Tage-Christen”, die Religion als Folklore und als eine gewohnte
Alltagsgestaltung betrachten. Die andere Gruppe von Christen ist viel
kleiner. Das sind die Christen, die daran Glauben, das “Christus-Jesus
Gott ist, in Gott sind drei Personen, Gott ist gut und allmächtig und
es gibt nur einen Gott”.
Was ist christlicher Glauben? Ich sage es euch mit folgender
Geschichte: Ein Missionar wird von einem Rudel Löwen angegriffen. Ehe
er in Ohnmacht fällt, spricht er ein Stoßgebet: “Lieber Gott, mach
diese Bestien zu frommen Christen.” Als der Gottesmann sein
Bewusstsein wiedererlangt, haben die Löwen einen Halbkreis um ihn
gebildet und beten: “Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne was du
uns beschert hast.” So wird Glauben konstruiert, was vorhin noch
unchristlich und falsch war,weil ohne Glauben, ist nun christlich und
richtig, mit Glauben. So werden Normen gemacht.
Alle Jahre wieder Jahren, wird von den Kirchen von einer Wiederkehr
der Religion gesprochen und es wird versucht, das an Hand von
kirchlichen Großveranstaltungen zu belegen. Als Beispiele nenne ich
die Beerdigung von Papst Johannes ??,(die größte Beerdigung weltweit
bisher), dann anschließend die Wahl des neuen Papstes, den
Weltjugendkirchentag in Köln 2006, die vermehrten Pilgerreisen,
Klosterurlaube und die Suche der Menschen nach Spirituellen und
Esoterischen Erfahrungen. Es scheint also so, als ob die Menschen
einen “Metaphysischen Durst” nach diesen Erfahrungen haben. Aber nur
weil es diesen “Metaphysischen Durst” gibt, muss es noch lange keine
“Metaphysische Getränke” geben.
Wenn das religiös sein soll, na bitte. Aber gibt es auch eine
Wiederkehr von radikalen christlichen Religion? Es gibt und besonders
in Amerika, fundamentalistische Strömungen, im Sinne von: Wir haben
die Wahrheit und die anderen haben sie nicht. Aber die meisten
Christen, sogar Katholiken in Bayern, glauben nicht mehr an die Bibel
und ihrer Entstehung.
2
Die Kirchen verlieren von Jahr zu Jahr mehr Mitglieder, es treten mehr
Menschen aus als das neue eintreten. Wenn ich Christen nach ihrem
Glauben frage, bekomme ich sehr oft zu hören, das sie nicht an die
Geschichten der Apostel glauben und die christliche Lehre nicht ernst
nehmen. Für sie ist der Glaube oder die christliche Botschaft die
Frage nach: Hast du deinen nächsten geliebt, den hungernden gefüttert,
den kranken gepflegt und den toten beerdigt und alles andere als
Umkleidung und Folklore sehen. Überzeugte Christen können diese Art
Glauben nicht akzeptieren, denn alle diese Handlungen sind die Folge
von Glauben. Wir sind doch alle Kinder Gottes und Gott hat doch
gesagt, wir sollen uns lieben usw.
Gegen diesen Glauben der Nächstenliebe kann man nichts sagen. Dann ist
alles andere Mythologie, Folklore und nette Geschichten, die aber für
uns nicht verbindlich sind. Es sollten sich nur alle dazu bekennen,
die so denken und nicht so tun als ob sie alles andere Glauben.
Leider sind die meisten Religionen missionarisch unterwegs und haben
den Wahrheitsanspruch für sich gepachtet. Christen, Juden und Islam
haben den Wahrheitsanspruch in ihrem Charakter und haben ihn in die
Welt gebracht. Nur wer hat die guten Gründe? Ich denke, keine der
Religionen hat die guten Gründe. Niemand kann die Wahrheit zwischen
zwei Buchdeckeln niederschreiben und dann verlangen, man solle darauf
schwören. Das hat mit Wahrheit nichts zu tun, das” ist die Logik einer
mächtigen Institution”. (Herbert Flasch)
Wenn mir ein Christ sagt, das er Glaubt aber die Geschichten in der
Bibel nicht ernst nimmt und nur die Folklore und das Brauchtum
mitnimmt, dann halte ich das für dumm. Dann frage ich, worauf
begründest du deinen Glauben, hat dein Glaube denn gar nichts mehr mit
Wahrheit zu tun. Wie könnte mir so ein Mensch seinen Glauben erklären,
denn ich habe den Glauben nicht. Hat denn Glauben keine Bedeutung
mehr,ist Glauben nur noch die persönliche Empfindung oder ist Glauben
nur noch Tradition und Brauch, den man respektvoll aber lauwarm
ausführt?
Die Religion war jahrtausendelang Gesetzgeber und Singeber und hat
so getan, als ob sie die Antworten auf die letzten großen Fragen
hätte. Jetzt steht die Wissenschaft im Mittelpunkt des geistigen
Lebens und die Religion steht am Rand. Das Christentum wird nicht
mehr gebraucht, die Geschäfte laufen auch ohne Glauben gut.
Zu Geschäfte fällt mir eine kleine Geschichte ein: “Der Pfarrer hat im
Ausland billig Kaffee gekauft. Bevor er zur Grenze kommt, klebt er
sich je ein Pfund unter jede Achsel. An der Grenze: “Haben sie etwas
zu verzollen? Alkohol, Zigaretten, Kaffee?” ” Nein, mein Sohn, ich
habe zwar zwei Pfund Kaffee gekauft, aber ich habe sie schon unter den
Armen verteilt.”
Ich stelle mir das Christentum so vor, wie Harald Martenstein in “DER
ZEIT” 07/2007 schrieb: “Christentum ist ein Serviceangebot an
diejenigen, die noch ein paar spirituelle Restbedürfnisse haben, die
Yoga allein nicht stillen kann.” Oder die Kirche sollte sich um die
Pflege Schwerkranker kümmern und alles andere, wie den Glauben, die
3
Wahrheit und die ganze christliche Metaphysik im privaten Rahmen
zelebrieren.
Quellen:
Margarete Limberg; DLF Radio, Der Einfluss der Kirche auf die
Politik,18.04.2007
Evelyn Finger; Die Zeit, Schluss mit dem Geschwätz, 51/2007
Ulrich Körtner; DLF Radio, Religion als Event, 20.06.2006
Daniel Dennett; Der Spiegel, Süßigkeit für den Geist, 52/2005
04.04.2008
4

Schluss mit dem Geschwätz!Die christliche Predigt/Religion als SeelenwellnessEssay von Don Mudra4/2008§166 StGB (1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§11Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnissesandere in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichenFrieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren odermit Geldstrafe bestraft.(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten vonSchriften (§11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andereReligionsgesellschaften oder Weltanschauungsvereinigungen, ihreEinrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignetist, den öffentlichen Frieden zu stören.Hallo und herzlich willkommen bei Amor Fati am Sonntag. Heute malwieder mein Lieblingsthema: Die Religion oder genauer gesagt diechristliche Predigt. Unter www.predigten.de, kann man sich Predigtenzu allen Festtagen und Themen anschauen. Ich verfolge hin und wiederdie Gottesdienste im Deutschland Radio, die dort jeden Sonn- undFeiertag um 10 Uhr morgens live übertragen werden. Immer im Wechsel,zwischen Katholischen-und Evangelischen Gottesdienst. Das ist schonoft harter Stoff der aus dem Radio ertönt und besonders an denFesttagen, wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Die sogenannten”Drei-Tages-Christen”, das sind die Christen, die zu Ostern, Pfingstenund Weihnachten in die Kirchen gehen, bekommen dann besonders profane(lat.["nicht geheiligt],weltlich Ggs. Sakral) und belanglosePredigten zu hören.An diesen Festtagen sind die Kirchen so voll mit Christen, das dieKirchenbänke nicht ausreichen und Klappstühle gebraucht werden. Dafreut sich jeder Pfarrer über die volle Kirche und spricht milde zudem Publikum, wie zu verloren Töchtern und Söhnen. Der Pfarrer möchtesein seltenes Publikum nicht verprellen und beginnt seine Predigt amHeiligen Abend folgendermaßen: “Wie geht es Ihnen jetzt? Sind sie auchso erschöpft?” oder die Variante:”Ich habe ein Schaf mitgebracht. EinSchaf von den Hirten auf dem Feld.”, oder auch schon gehört:”In derletzten Ausgabe der Kirchenzeitung habe ich etwas gelesen, was michauf Anhieb angesprochen hat.”Diese wohlfühl Sätze wurden am 24. Dezember 2006 irgendwo zwischenFlensburg und Karlsruhe gepredigt. Dabei unterscheiden sichKatholische und Evangelische Predigten inhaltlich nicht und regionalauch nicht. Im Osten werden Bibelschafe mit Versuchskaninchenverglichen, im Süden wird die Taxierung Judäas (in der Antike, deramtliche Name für den südlich. Teils Palästina) in einem Atemzug mitder Mehrwertsteuererhöhung genannt, im Westen wird dieWeihnachtsfreude als eine Art Börsengewinn betrachtet und gemutmaßt,1das Maria und Josef am Heiligen Abend “auch sehr im Stress waren” undim Norden wird seitenlang aus der Kirchenzeitung zitiert und überFernsehpastor Fliege philosophiert.In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Pastor Senz aus Oberdorlaaufmerksam machen. Er hat seiner unaufmerksamen, plappernden Gemeindewährend des Weihnachtsgottesdienstes erklärt, er lasse sich dieseMischung aus Oktoberfest und Bauernhochzeit nicht mehr bieten. Klapptedas Buch zu und verließ die Kirche – ohne Vaterunser, ohne Segen.Die meisten seiner Kollegen und Kolleginnen, haben dazu keinen Mut undschütteln, wenn der Gottesdienst vorbei ist, an der Kirchentür jedemeinzelnen die Hand. 500 mal “Danke!”, “Gesegnetes Fest!”, “AufWiedersehen!” und 450 mal , das er diese “Gläubigen” erst in einemJahr wieder sieht.Warum ist das so? Liegt es an den Predigten oder muss der Begriff”Religion” neu definiert werden? Es gibt ja augenscheinlich zweiGruppen von “religiösen Christen”: Religion ist bei der einen Gruppevon Christen, die Einhaltung des Festkalenders. Das sind diese “Drei-Tage-Christen”, die Religion als Folklore und als eine gewohnteAlltagsgestaltung betrachten. Die andere Gruppe von Christen ist vielkleiner. Das sind die Christen, die daran Glauben, das “Christus-JesusGott ist, in Gott sind drei Personen, Gott ist gut und allmächtig undes gibt nur einen Gott”.Was ist christlicher Glauben? Ich sage es euch mit folgenderGeschichte: Ein Missionar wird von einem Rudel Löwen angegriffen. Eheer in Ohnmacht fällt, spricht er ein Stoßgebet: “Lieber Gott, machdiese Bestien zu frommen Christen.” Als der Gottesmann seinBewusstsein wiedererlangt, haben die Löwen einen Halbkreis um ihngebildet und beten: “Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne was duuns beschert hast.” So wird Glauben konstruiert, was vorhin nochunchristlich und falsch war,weil ohne Glauben, ist nun christlich undrichtig, mit Glauben. So werden Normen gemacht.Alle Jahre wieder Jahren, wird von den Kirchen von einer Wiederkehrder Religion gesprochen und es wird versucht, das an Hand vonkirchlichen Großveranstaltungen zu belegen. Als Beispiele nenne ichdie Beerdigung von Papst Johannes ??,(die größte Beerdigung weltweitbisher), dann anschließend die Wahl des neuen Papstes, denWeltjugendkirchentag in Köln 2006, die vermehrten Pilgerreisen,Klosterurlaube und die Suche der Menschen nach Spirituellen undEsoterischen Erfahrungen. Es scheint also so, als ob die Menscheneinen “Metaphysischen Durst” nach diesen Erfahrungen haben. Aber nurweil es diesen “Metaphysischen Durst” gibt, muss es noch lange keine”Metaphysische Getränke” geben.Wenn das religiös sein soll, na bitte. Aber gibt es auch eineWiederkehr von radikalen christlichen Religion? Es gibt und besondersin Amerika, fundamentalistische Strömungen, im Sinne von: Wir habendie Wahrheit und die anderen haben sie nicht. Aber die meistenChristen, sogar Katholiken in Bayern, glauben nicht mehr an die Bibelund ihrer Entstehung.2Die Kirchen verlieren von Jahr zu Jahr mehr Mitglieder, es treten mehrMenschen aus als das neue eintreten. Wenn ich Christen nach ihremGlauben frage, bekomme ich sehr oft zu hören, das sie nicht an dieGeschichten der Apostel glauben und die christliche Lehre nicht ernstnehmen. Für sie ist der Glaube oder die christliche Botschaft dieFrage nach: Hast du deinen nächsten geliebt, den hungernden gefüttert,den kranken gepflegt und den toten beerdigt und alles andere alsUmkleidung und Folklore sehen. Überzeugte Christen können diese ArtGlauben nicht akzeptieren, denn alle diese Handlungen sind die Folgevon Glauben. Wir sind doch alle Kinder Gottes und Gott hat dochgesagt, wir sollen uns lieben usw.Gegen diesen Glauben der Nächstenliebe kann man nichts sagen. Dann istalles andere Mythologie, Folklore und nette Geschichten, die aber füruns nicht verbindlich sind. Es sollten sich nur alle dazu bekennen,die so denken und nicht so tun als ob sie alles andere Glauben.Leider sind die meisten Religionen missionarisch unterwegs und habenden Wahrheitsanspruch für sich gepachtet. Christen, Juden und Islamhaben den Wahrheitsanspruch in ihrem Charakter und haben ihn in dieWelt gebracht. Nur wer hat die guten Gründe? Ich denke, keine derReligionen hat die guten Gründe. Niemand kann die Wahrheit zwischenzwei Buchdeckeln niederschreiben und dann verlangen, man solle daraufschwören. Das hat mit Wahrheit nichts zu tun, das” ist die Logik einermächtigen Institution”. (Herbert Flasch)Wenn mir ein Christ sagt, das er Glaubt aber die Geschichten in derBibel nicht ernst nimmt und nur die Folklore und das Brauchtummitnimmt, dann halte ich das für dumm. Dann frage ich, woraufbegründest du deinen Glauben, hat dein Glaube denn gar nichts mehr mitWahrheit zu tun. Wie könnte mir so ein Mensch seinen Glauben erklären,denn ich habe den Glauben nicht. Hat denn Glauben keine Bedeutungmehr,ist Glauben nur noch die persönliche Empfindung oder ist Glaubennur noch Tradition und Brauch, den man respektvoll aber lauwarmausführt?Die Religion war jahrtausendelang Gesetzgeber und Singeber und hatso getan, als ob sie die Antworten auf die letzten großen Fragenhätte. Jetzt steht die Wissenschaft im Mittelpunkt des geistigenLebens und die Religion steht am Rand. Das Christentum wird nichtmehr gebraucht, die Geschäfte laufen auch ohne Glauben gut.Zu Geschäfte fällt mir eine kleine Geschichte ein: “Der Pfarrer hat imAusland billig Kaffee gekauft. Bevor er zur Grenze kommt, klebt ersich je ein Pfund unter jede Achsel. An der Grenze: “Haben sie etwaszu verzollen? Alkohol, Zigaretten, Kaffee?” ” Nein, mein Sohn, ichhabe zwar zwei Pfund Kaffee gekauft, aber ich habe sie schon unter denArmen verteilt.”Ich stelle mir das Christentum so vor, wie Harald Martenstein in “DERZEIT” 07/2007 schrieb: “Christentum ist ein Serviceangebot andiejenigen, die noch ein paar spirituelle Restbedürfnisse haben, dieYoga allein nicht stillen kann.” Oder die Kirche sollte sich um diePflege Schwerkranker kümmern und alles andere, wie den Glauben, die3Wahrheit und die ganze christliche Metaphysik im privaten Rahmenzelebrieren.Quellen:Margarete Limberg; DLF Radio, Der Einfluss der Kirche auf diePolitik,18.04.2007Evelyn Finger; Die Zeit, Schluss mit dem Geschwätz, 51/2007Ulrich Körtner; DLF Radio, Religion als Event, 20.06.2006Daniel Dennett; Der Spiegel, Süßigkeit für den Geist, 52/200504.04.20084


was sagst du dazu

Mit herzlichen Grüssen!

don mudra 16:23

MonoRock

Mit herzlichen Grüssen


was sagst du dazu

Fragen an den Intendanten des Deutschlandradio

don mudra 15:39
Fragen an den Intendanten des Deutschlandradio am 17.8.2016. Bis heute ohne Antwort.
An den
Deutschlandfunk
Herrn Willi Steul
Raderberggürtel 40
50968 Köln
Sehr geehrter Herr Steul,
in den Eckpunkten der KEF-Anmeldung von Deutschlandradio für die Jahre 2017-
2020 vom 4.9.2015 weist Deutschlandradio einen Fehlbestand an Eigenmitteln per
Ende 2020 von 44,5 Mio. €.
Der Grund:
„Die weiteren Sondereffekte betreffen die staatsvertraglich aufgetragene
Finanzierung der Klangkörper in der Radio Orchester und Chöre GmbH (roc GmbH,
siehe 7.) „
7. Für die weitere Finanzierung der vier Klangkörper der roc GmbH hat
Deutschlandra-dio in den Jahren 2017 bis 2020 einen Betrag von 60,2 Mio. €
eingeplant; in der laufenden Finanzierungsperiode ist hierfür ein Betrag von 49,2 Mio.
€ vorgesehen.
Meine Fragen :
Muss Deutschlandradio nach dem Rundfunkstaatsvertrag drei Orchester und einen
Chor vorzuhalten?
Sind die 60,2 Millionen für die „roc GmbH“ für die Jahre 2017 bis 2020 genehmigt?
Vielen Dank und freundliche Grüße
Don Mudra

was sagst du dazu

“HÖRE DEINE LIEBLINGSMUSIK BEI MAXIMALER LAUTSTÄRKE”

don mudra 14:30
Amor Fati – Liebe das Schicksal präsentiert:
“HÖRE DEINE LIEBLINGSMUSIK BEI MAXIMALER LAUTSTÄRKE”
Bringe deine Liebelingsmusik in bester Qualität auf USB Stick,CD oder Vinyl
am Samstag den 03. Sebtember 2016 ab 18 Uhr in die
Galerie Don Mudra

was sagst du dazu

 

 

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